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Frankfurt
Commerzbank: Ex-Vorstand wird Chef des Aufsichtsrates

Frankfurt. Die Commerzbank hat Ex-Risikovorstand Stefan Schmittmann als Aufsichtsratschef auserkoren. Der 59-Jährige soll nach der Hauptversammlung 2018 Klaus-Peter Müller ablösen. Damit entschied sich die Bank erneut für einen internen Kandidaten, nachdem im Mai Privatkundenchef Martin Zielke an die Vorstandsspitze gerückt war. Schmittmann war im November 2008 von der Hypo Vereinsbank in den Commerzbank-Vorstand gewechselt. Ende 2015 hatte er seinen Vertrag auf eigenen Wunsch vorzeitig aufgelöst. Er gilt als "ruhiger und äußerst besonnener Bankmanager".

Nach den Regeln guter Unternehmensführung dürfen Ex-Vorstände frühestens 24 Monate nach Niederlegung ihres Amtes in den Aufsichtsrat wechseln. Daher muss Chefkontrolleur Müller nun bis zu seinem Vertragsende im Amt bleiben. Eigentlich wollte der Manager, der am 16. September 72 wird, den Posten früher räumen. Müller prägte die Commerzbank in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich. Er arbeitet seit 50 Jahren für die Bank, wurde 2001 Vorstandssprecher und wechselte 2008 an die Spitze des Aufsichtsrats. In den vergangenen Jahren musste er viel Kritik einstecken. In seine Amtszeit als Vorstandschef fiel die missglückte Übernahme des weitgehend abgewickelten Immobilien- und Staatsfinanzierers Eurohypo.

(dpa)
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