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Berlin
Cum-Cum-Deals der Comerzbank werden geprüft

Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die als Cum-Cum-Geschäfte bekanntgewordenen umstrittenen Steuertricks bei der Commerzbank näher beleuchten. Solche Praktiken seien "illegitim" und hätten nur den Zweck, die Besteuerung von Dividenden zu umgehen, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums. Das Thema werde im Aufsichtsrat der teilverstaatlichten Commerzbank angesprochen. Über die umstrittenen Aktiengeschäfte konnten große Kunden aus dem Ausland Steuern auf Dividenden von deutschen Unternehmen umgehen.

Die Commerzbank soll sich bei solchen Deals besonders hervorgetan haben, wie Recherchen mehrerer Medien ergaben. Die Bank betonte, sich an geltende Gesetze gehalten zu haben. Im Bundestag wird ein Gesetzentwurf beraten, mit dem dieses Steuerschlupfloch rückwirkend zum 1. Januar 2016 geschlossen werden soll. Berichte, wonach dem deutschen Fiskus durch solche Geschäfte ein Schaden von einer Milliarde Euro pro Jahr entstanden sein soll, nannte die Ministeriumssprecherin nicht nachvollziehbar.

(dpa)
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