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Düsseldorf
Dacia leidet, weil Deutsche weniger Autos kaufen

Düsseldorf. Die Unlust der Deutschen am Autokauf schlägt sich auch in der Bilanz des französischen Autoherstellers Renault nieder: Die Absatzzahlen stiegen 2015 in Deutschland zwar um 8000 Einheiten auf knapp 130.000 Pkw. Die Konzerntochter Dacia, die 90 Prozent ihrer Fahrzeuge an Privatkunden verkauft (und nicht etwa als Firmenwagen), musste aber einen Rückgang von knapp 3000 Einheiten auf 47.457 Fahrzeuge hinnehmen. Hoffnungen setzt das Unternehmen in den neuen Renault Mégane, mit dem man ab März an alte Erfolge im Mittelklassensegment anknüpfen will.

Bei Elektrofahrzeugen ist Renault in Deutschland zwar mit rund 1600 verkauften Fahrzeugen Marktführer - erkauft diesen Erfolg aber mit teuren Prämien. 5000 Euro bekommen Käufer eines Renault Zoe momentan, seitdem stiegen die Vertragsabschlüsse. "Das zeigt, dass die Zurückhaltung der Kunden nichts mit der Reichweite der Fahrzeuge zu tun hat, sondern mit finanziellen Anreizen", heißt es bei Renault. Eine staatliche Prämie sei daher sinnvoll.

(frin)
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