Medienbericht: Daimler will Minderheit an Chrysler halten
zuletzt aktualisiert: 15.04.2007 - 11:47Stuttgart (RPO). Entgegen den Erwartungen der Finanzmärkte will sich DaimlerChrysler doch nicht völlig von seiner US-Tochter Chrysler trennen. Einem Bericht zufolge plant Konzernchef Dieter Zetsche, Chrysler auszugliedern und die Mehrheit zu verkaufen.
Die verbleibende Daimler Group soll einem Spiegel-Bericht zufolge noch mit einem Anteil an Chrysler beteiligt bleiben. Mit dieser Beteiligung wolle Zetsche die Kooperationen zwischen Mercedes-Benz und Chrysler absichern. Mercedes-Benz solle nach Zetsches Vorstellungen auch künftig noch davon profitieren, dass die Stuttgarter Teile gemeinsam mit Chrysler einkaufen. Zugleich könnte er durch den Teilausstieg dafür sorgen, dass Verluste bei Chrysler den gesamten Konzern nur noch teilweise treffen, berichtete das Magazin weiter. Ein DaimlerChrysler-Sprecher wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben.
Auch die Kaufinteressenten, die Finanzinvestoren Blackstone und Cerberus sowie der Autozulieferer Magna International, drängen nach Angaben des Blattes offenbar darauf, dass Daimler noch mit einem Anteil an Chrysler beteiligt bleibt. Denn Chrysler sei auch nach dem Einstieg eines neuen Investors auf Unterstützung von Mercedes-Benz angewiesen. Chrysler habe die Investitionen stark zusammengestrichen und könne eine ausreichend große Palette an neuen Modellen nur entwickeln, wenn es auch künftig Motoren, Getriebe und andere Teile von Mercedes Benz oder einem anderen Partner in der Autoindustrie übernehmen dürfe.
Auch der US-Geschäftsmann Kirk Kerkorian hatte Interesse an einem Kauf des drittgrößten amerikanischen Autobauers bekundet. Seine Investmentfirma Tracinda legte ein Gebot von 4,5 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) in bar vor.
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