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Düsseldorf
Deutlich weniger Sozialwohnungen in NRW

Düsseldorf. Der Bestand an Sozialwohnungen ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen fünf Jahren um über 50.000 geschrumpft. Laut Bauministerium gab es im vergangenen Jahr nur noch knapp 477.000 Sozialwohnungen. 1979 waren es über 1,6 Millionen. Der Deutsche Mieterbund fordert eine Kehrtwende in der Förderpolitik. Künftig sollten statt einzelner Projekte Unternehmen gefördert werden, die ihre Immobilien unbefristet als Sozialwohnungen anbieten. NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) will den Schwund stoppen und rund 50.

000 neue Sozialwohnungen bis 2020 fördern. Die vor einem Jahr gestartete Wohnungsbau-Offensive wirke, sagte Groschek. Zentraler Baustein ist ein neues Förderprogramm mit hohen Tilgungsnachlässen - in teuren Lagen bis zu 25 Prozent. Die CDU kritisiert, dass die neue Landesbauordnung keine Vereinfachung der Rechtsvorschriften vorsieht. Der Experte der Landtagsfraktion, Wilhelm Hausmann, nennt die Wohnungsbaupolitik von Rot-Grün mit Blick auf die Zahlen "konzeptlos".

(dpa)
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