Credit Suisse, Barclays Bank und ING Gruppe als mögliche Partner: Deutsche Bank prüft angeblich Großfusion
zuletzt aktualisiert: 05.06.2004 - 16:31Berlin/Frankfurt (rpo). Die Deutsche Bank bleibt weiterhin Objekt von Spekulationen, die sich um eine mögliche Fusion mit einem ausländischen Geldinstituten ranken. Nun heißt es, die Deutsche Bank prüfe derzeit die schweizerische Großbank Credit Suisse und die Barclay Bank aus Großbritannen als mögliche Verschmelzungspartner.
Das berichten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Welt am Sonntag" übereinstimmend. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" fügte als mögliche Option noch die holländische ING Gruppe hinzu. Ein Sprecher der Bank wollte die Berichte nicht kommentieren.
Wunschpartner für eine Fusion sei die Schweizer Großbank Credit Suisse, bei der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bis 1996 im Vorstand saß, berichtete die "Welt am Sonntag". Mit einer Fusion würde ein verwaltetes Vermögen von rund 1.650 Milliarden Euro entstehen. Mit einem Eigenkapital von gut 52 Milliarden Euro wäre das Geldhaus die führende Bank auf dem europäischen Kontinent.
Entscheidung spätestens im Herbst
Eine Entscheidung solle auf jeden Fall noch bis zum Herbst fallen, heißt es in dem Bericht. Die zu gründende neue Holding der neuen Superbank solle im europäischen Ausland angesiedelt werden, beispielsweise in Luxemburg.
Noch am Mittwoch hatte Ackermann auf der Hauptversammlung des größten deutschen Geldhauses Spekulationen um eine Fusion oder Übernahme durch eine ausländische Bank eine Absage erteilt. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" führte Ackermann jedoch Anfang April bei einer Präsentation der strategischen Optionen der Bank vor Mitgliedern des Aufsichtsrates aus, eine Verbesserung der Wettbewerbsposition könne nur durch eine grenzüberschreitende, europäische Fusion erreicht werden. In diesem Zusammenhang habe Ackermann die genannten Banken angeführt.
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