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Frankfurt
Deutsche lassen sich Gewinne an der Börse entgehen

Frankfurt. Trotz Minizinsen für Sparer machen viele Deutsche noch immer einen Bogen um Aktien - viele Vermögende profitieren derweil davon, dass ihr Geld vor allem in Wertpapieren steckt. Nach Berechnungen der Allianz haben die Bundesbürger in den letzten vier Jahren insgesamt rund 200 Milliarden Euro "verschenkt", weil sie sich nicht an die Börse wagten. Rund ein Drittel der weltweit fünf Milliarden Menschen in den von der Allianz untersuchten Ländern hat dagegen gar kein Vermögen. Deutschland weist der Studie zufolge in Verteilungsfragen seit dem Jahr 2000 eine Stabilität ohne große Veränderungen auf.

Etwa 40 Prozent des Netto-Geldvermögens entfallen danach auf die Vermögensmittelklasse - Menschen mit Ersparnissen zwischen 7000 und 42.000 Euro nach Abzug der Schulden. Das ist aber nur hierzulande so. In den Euro-Ländern Italien, Irland und Griechenland sowie in den USA, Japan und Großbritannien halte die Mittelklasse dagegen immer weniger am Gesamtvermögen. Die Allianz spricht von einem "schleichenden Prozess der Auszehrung der Mitte".

(dpa)
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