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Bochum/Marl
Deutsche Post und Arvato investieren im Ruhrgebiet

Bochum/Marl. Jetzt ist es amtlich: Die Deutsche Post baut auf dem ehemaligen Opel-Werksgelände in Bochum ein Paketzentrum und schafft rund 600 Arbeitsplätze. Insgesamt werde eine dreistellige Millionensumme investiert, sagte der Post-Betriebschef für das Brief- und Paketgeschäft, Uwe Brinks. Der Bau des Paketzentrums soll nach der Sanierung und Aufbereitung des Geländes im Sommer 2017 beginnen, mit der Inbetriebnahme wird für 2019 gerechnet. Die Post übernimmt mit 140.000 Quadratmetern etwa ein Drittel der industriell und gewerblich nutzbaren Fläche an dem Standort.

Auch Opel nimmt Geld in die Hand. Der Autobauer will in den nächsten Tagen Einzelheiten zu einem 60 Millionen Euro teuren Neubau seines europaweiten Ersatzteilzentrums am Bochumer Standort bekanntgeben. Opel hatte das Personal in dem Ersatzteilzentrum bereits von gut 400 auf 700 Mitarbeiter aufgestockt und dabei teils auch ausgeschiedene Beschäftigte aus der Autoproduktion übernommen.

Das Gelände des ehemaligen Opelwerkes wird in den kommenden Jahren in drei Bauabschnitten entwickelt. Der Standort soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit Technologieschwerpunkt anziehen, die die Nähe zur Bochumer Universität suchen. Schon jetzt - ein Jahr vor der baureifen Übergabe der Grundstücke - seien mehr als 30 Prozent der Gewerbefläche verkauft, sagte der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft "Bochum Perspektive 2020", Enno Fuchs.

Für das Ruhrgebiet gab es gestern eine weitere gute Nachricht. Eine Bertelsmann-Tochter will in der ebenfalls vom Strukturwandel betroffenen Emscher-Lippe-Region investieren. Arvato baut für 30 Millionen Euro ein Warenverteilzentrum im Industriepark Dorsten/Marl. Hier sollen fast 300 Jobs entstehen. Zunächst sollen auf dem zwölf Hektar großen Gelände drei Hallen und ein Bürogebäude entstehen.

(dpa)
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