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Quartalszahlen
Deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent gewachsen

Deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent gewachsen
Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Kurs. FOTO: dapd, Mario Vedder
Wiesbaden. Die deutsche Wirtschaft ist auch zum Jahresende 2015 auf verhaltenem Wachstumskurs geblieben. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vierten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Gesamtjahr legte deutsche Wirtschaft um 1,7 Prozent zu. Auch die Inflation zog leicht an. 

"Die konjunkturelle Lage in Deutschland war damit im Jahr 2015 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet", erklärte die Behörde. Im dritten Quartal war die Wirtschaft ebenfalls um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Zu Jahresbeginn und im Frühjahr waren es demnach jeweils 0,4 Prozent.

Positive Impulse kamen zum Jahresende aus dem Inland: Der Staat erhöhte seine Konsumausgaben deutlich - unter anderem, weil er für die Versorgung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge viel Geld in die Hand nehmen muss. Die Konsumfreude der Verbraucher trug ebenfalls zum Wachstum bei.

Auch die Investitionen entwickelten sich positiv. Vor allem in Bauten wurde deutlich mehr investiert als im dritten Quartal 2015. Gebremst wurde das Wachstum nach vorläufigen Berechnungen dagegen vom Außenhandel, weil weniger Waren exportiert wurden als im Vorquartal. Der Rückgang der Einfuhren fiel dagegen weniger stark aus.

Teurere Nahrungsmittel und höhere Mieten haben derweil auch die Inflationsrate zu Jahresbeginn wieder leicht steigen lassen. Im Januar lagen die Verbraucherpreise 0,5 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Damit bestätigten sich vorläufige Berechnungen. Im Dezember wie im gesamten Vorjahr hatte die Jahresteuerungsrate noch 0,3 Prozent betragen.

Preisdämpfend wirkten sich erneut die niedrigen Energiepreise aus, die 5,8 Prozent unter dem Niveau aus dem Januar 2015 lagen. Allerdings schwächt sich der statistische Effekt des Preisverfalls bei Kraftstoffen und Haushaltsenergie inzwischen ab.

Im kurzfristigen Vergleich zum Dezember 2015 fielen die Verbraucherpreise im Januar um 0,8 Prozent. Das lag unter anderem daran, dass Pauschalreisen und Kleidung nach Weihnachten regelmäßig deutlich billiger angeboten werden.

(pst/dpa)
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