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Bund, Länder und Gemeinden
Deutschlands Schulden steigen auf 2,06 Billionen Euro

Porträt in Bildern: Das ist Wolfgang Schäuble
Porträt in Bildern: Das ist Wolfgang Schäuble FOTO: dpa, wk jai
Wiesbaden. Die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden sind im ersten Quartal 2015 gestiegen. Der öffentliche Schuldenstand stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal insgesamt um 1,0 Prozent auf 2,06 Billionen Euro.

Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mit. Einen besonders starken Anstieg verbuchten die Extrahaushalte des Bundes - mit 10,1 Milliarden Euro (5,2 Prozent) auf 202,0 Milliarden Euro. Ursache war vor allem das FMS Wertmanagement. Die Bad Bank wurde gegründet, um der Immobilienbank Hypo Real Estate nach der Finanzkrise einen Neustart zu ermöglichen.

Insgesamt erhöhten sich die Schulden des Bundes binnen Jahresfrist um 0,8 Prozent auf 1,29 Billionen Euro. Die Bundesländer standen Ende März mit 624,0 Milliarden Euro in der Kreide, ein Plus von 0,7 Prozent. Dabei gab es große Unterschiede: In Sachsen und Baden-Württemberg etwa gingen die Schulden deutlich zurück. In Hessen, Sachsen-Anhalt und Bremen stiegen sie dagegen.

Die Schulden der Gemeinden legten um 4,8 Prozent auf 144,9 Milliarden Euro zu. Die prozentual höchsten Zuwächse verzeichneten die Kommunen in Baden-Württemberg (15,1 Prozent) und in Schlewsig-Holstein (9,6 Prozent). In Thüringen (minus 2,7 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (minus 0,1 Prozent) war der Schuldenstand dagegen geringer als im Vorjahresquartal.

(dpa)
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