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Düsseldorf
Die besten E-Reader zum Fest

Düsseldorf. Kindle oder nicht Kindle? Das ist die Frage, an der sich die Leser von E-Books scheiden. Es gilt, dass teurer nicht zwingend besser ist. Von Katrin Haas

Das liebste Geschenk der Deutschen ist immer noch das Buch. Die E-Books, die elektronischen Bücher, haben ihre Verwandten aus Papier nicht abgelöst, liegen aber immer häufiger mit dem passenden Reader unterm Weihnachtsbaum. Derzeit spielen vor allem drei große Marken auf dem Markt der Lesegeräte mit: Amazon mit den Kindle Varianten Voyage und Paperwhite, die E-Reader Aura H2O und Glo HD von Kobo und das Gemeinschaftsprojekt des deutschen Buchhandels mit dem Tolino Vision 3 HD und dem Shine 2 HD.

Die Leistungsstarken Zwischen 160 und 190 Euro bezahlt der Leser für die E-Reader mit der besten Ausstattung. Am teuersten ist bislang der Kindle Voyage, der in Kürze von seinem Nachfolger Voyage 2 abgelöst werden soll. Der Tolino Vision 3 HD hat ein Alleinstellungsmerkmal namens Tap-to-Flip. Der Leser kann hinten auf den E-Reader tippen, um umzublättern. Sehr praktisch, wenn man den E-Reader in der Hand hält, auch weil die Finger nicht mehr den Text verdecken. Allerdings funktioniert diese Funktion nicht immer reibungslos. Trotzdem hat der Leser immer noch - wie bei den anderen E-Readern - die Möglichkeit, durch Tippen auf den Bildschirmrand umzublättern.

Für die Badewanne Wer den Winterabend gerne gemütlich in der Badewanne verbringen will, muss dort nicht auf seinen E-Reader verzichten. Der Tolino Vision 3 HD und der Kobo Aura H2O sind wasserfest. Falls der E-Reader also doch mal im Badewasser versinkt, kann unbesorgt weitergelesen werden.

Display Die leistungsstarken Kindle Voyage und Tolino Vision 3 HD haben noch ein weiteres Detail: sie schließen Rand und Display bündig ab. Optisch ist das schöner, allerdings spiegelten sich im Praxistest Lichtreflexe deutlich mehr als bei den anderen Tablets. Ein Minuspunkt, schließlich soll durch die E-Ink-Technologie genau das vermieden werden. Mittlerweile Standard ist die integrierte Beleuchtung, die bei allen getesteten Modellen gut funktioniert hat.

Ausstattung Amazon bietet für die Kindle-Geschwister zusätzlich zum W-Lan für einen Aufpreis auch eine Variante mit 3G-Empfang. Beim internen Speicher liegen die Kindle-Geschwister ebenfalls vorne: Nach Auskunft der Stiftung Warentest lässt sich bei den beiden E-Readern drei von vier GB für Bücher nutzen, beim Tolino sind es nur zwei GB. Noch besser schneidet der Kobo Aura H2O ab: Er bietet drei GB Speicher und die Möglichkeit, diesen mit einer Micro-SD-Karte zu erweitern.

Formate Hier beginnt die Ideologie. Kindle oder nicht Kindle. Er ist technischer Vorreiter, auch wenn die anderen Hersteller aufgeholt haben. Allerdings hat das Produkt einen Nachteil: Es kann nur das Format Mobi öffnen, nicht das übliche Epub. Bei Amazon kann man aus einem großen Angebot an digitalen Büchern wählen, ist aber auf das Unternehmen festgelegt.

Alle anderen E-Reader unterstützen das Format Epub, PDF-Dokumente und auch die Online-Ausleihmöglichkeit der regionalen Bibliotheken. Die Anbieter nutzen den Kopierschutz des Softwareunternehmens Adobe und können das Mobi-Format nicht darstellen. Auch bei Amazon kann man Bücher ausleihen, dafür muss man Amazon Prime-Kunde sein.

Empfehlung Wer weniger Geld ausgeben will, liegt mit dem Paperwhite, dem Shine 2 HD oder dem Glo HD richtig. Das frontbündige Display der teuren Varianten stört eher, als dass es Vorteile bietet. Die Kindle-Alternativen stehen dem Klassiker in nichts nach. Daher bleibt die Entscheidung eine Frage der Ideologie. Kindle oder Nicht-Kindle.

Quelle: RP
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