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Wirtschaft in NRW
Die Energiewirtschaft wird zum Problemfall
Düsseldorf. Zahlreiche Kraftwerke an Rhein und Ruhr prägen die Industrielandschaft Nordrhein-Westfalens. Der Rohstoff Kohle hat die Basis für diesen einzigartigen Kraftwerkspark gelegt. NRW deckt 30 Prozent des nationalen Strombedarfs, die Energiewirtschaft gibt 257.000 Menschen Arbeit. Zugleich verbraucht das verarbeitende Gewerbe in Nordrhein-Westfalen rund 40 Prozent des deutschen Industriestroms. Man kann das Land zu Recht als das Kraftwerk Deutschlands bezeichnen.

Der überraschende Ausstieg aus der Atomenergie und die Ablehnung fossiler Energieträger wie Braun- oder Steinkohle gefährden diese Stellung. Die Zukunft der Energiewirtschaft liegt bei den Erneuerbaren wie Solar- oder Windenergie. Doch dort liegt NRW nicht mehr ganz vorne. Es ist höchst unsicher, ob es gelingt, durch den Ausbau von Übertragungsnetzen die industriellen Standorte mit einer dezentralen Energieerzeugung etwa durch Windkraftparks zu verbinden. Immerhin könnten bei der Verbesserung der Energieeffizienz auch in NRW neue Firmen und Arbeitsplätze entstehen.

Als Folge der Abschaltung von sieben Atomkraftwerken ist allein das Ergebnis der in NRW beheimateten Energieriesen RWE, Eon und Steag von 17,5 (2011) auf 11,3 Milliarden Euro (2012) gesunken. Und bei den erneuerbaren Energien muss NRW jedes Jahr 1,8 Milliarden Euro an auswärtige Unternehmen zahlen.

Quelle: anh/kes
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