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Düsseldorf
Die richtige Altersvorsorge

Düsseldorf. Die staatliche Rente reicht für viele nicht aus. Sie müssen zusätzlich Geld auf die Seite legen. Aber welche Vorsorge soll es sein? Und wann soll man damit beginnen? Mit diesem Thema starten wir eine einwöchige Serie zum Thema Rente. Von Georg Winters

Große Teile künftiger Rentner-Generationen werden mit den Einkünften aus der gesetzlichen Rente nicht mehr über die Runden kommen. Das ist keine neue Erkenntnis, aber jede Studie zu dem Thema ruft die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge wieder in Erinnerung. Die Alternative dazu wäre, dass die Menschen länger arbeiten, aber das geht in vielen Fällen allein deshalb nicht, weil die körperlichen Anforderungen zu hoch sind.

Also früh genug stärker vorsorgen, am Besten schon als junger Mensch mit dem Sparen beginnen. Sparen ist immer gut, und wer behauptet, in Zeiten der Niedrigzinsen lohne sich das nicht, der hat den Sinn des Sparens nicht voll begriffen. Etwas "auf die Seite zu legen" ist eine Notwendigkeit, kein Hobby, das mit sinkenden Zinsen an Attraktivität verliert und das man deshalb nicht mehr weiterverfolgt. Aber wie sorgt man vor? Und was ist gut für wen?

Lebensversicherung Sie gilt als Auslaufmodell, weil der Garantiezins, also das, was Lebensversicherer ihren Kunden maximal an Zinsen versprechen dürfen, in den vergangenen Jahren immer weiter gesenkt worden ist. Allerdings liegt er mit 1,25 Prozent auf den Sparzins noch höher als das, was Festgeldsparen abwirft. Die Versicherer haben neue Modelle entwickelt. Viele verzichten fast vollständig auf hohe Garantien und passen die Verzinsung den eigenen Erträgen am Kapitalmarkt an. Unabhängig davon sollte jeder eine Risikolebensversicherung haben - nicht als Vorsorge für sich selbst, sondern weil sie der Absicherung der Familie dient.

Aktien Wer mit Wertpapieren vorsorgen will, dem sei gesagt: Er muss früh anfangen und mit Geld arbeiten, das er über Jahre hinweg nicht benötigt, damit er mögliche zwischenzeitliche Verluste bis zum Rentenalter aussitzen kann, ohne in Not zu geraten. Entsprechend gilt: Je älter man ist, desto geringer sollte der Aktienanteil im Portfolio sein. Schrittweise sollte man dann auf Festverzinsliches umsteigen. Berücksichtigt man diese Regeln, können Aktien natürlich vor allem in der Niedrigzinsphase eine vortreffliche Alternative sein, Vermögen fürs Alter zu sparen.

Immobilien Ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten, ist natürlich eine Form der Vorsorge. Sie besteht im Alter aus der ersparten Miete. Natürlich gilt auch diese Aussage nicht uneingeschränkt: In vielen Fällen ist ab Mitte 40 das Alter überschritten, in dem sich ein Immobilienkauf auf Pump finanziell noch lohnt. Jedenfalls unter Berücksichtigung der Lebensalter-Statistik, zu erwartender Mietpreissteigerungen und den Verkaufschancen für die Immobilie.

Riester-Rente Erst beschimpft, dann gelobt, zuletzt wieder in der Kritik - die Ansichten über den Nutzen der Riester-Rente gehen seit Jahren auseinander. Die Riester-Rente ist eine staatliche geförderte private Rentenversicherung, deren Zulagen im Paragrafen 10a des Einkommensteuergesetzes gergelt sind. Unmittelbar zulagenberechtigt sind alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer sowie Selbstständige, die in der Rentenversicherung pflichtversichert sind. Auch Bezieher von Arbeitslosengeld I und II und von Krankengeld können einen solchen Vertrag schließen. Vorteile können sich zudem für kinderreiche Familien (wegen der staatlichen Förderung) aber auch für Gutverdiener (Steuerabzug) ergeben. Mehr dazu lesen Sie in unserer Montagausgabe.

Quelle: RP
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