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Unternehmen zahlen oft zuviel: Dienstreisen sind versteckte Kostentreiber

zuletzt aktualisiert: 14.05.2003 - 15:34

Frankfurt/Main (rpo). Dienstreisen der Mitarbeiter haben sich bei vielen Unternehmen zu versteckten Kostentreibern entwickelt. Vor allem die Abrechnung und Verwaltung verschlingt oft zuviel Geld.

Die meisten Unternehmen zahlen einer Studie zufolge zu viel für die Dienstreisen ihrer Mitarbeiter. Vor allem die Verwaltung der Reisen schlägt nach einer Untersuchung des amerikanischen Wirtschaftsforschungsunternehmens "A.T. Kearny" und des Kreditkartenanbieters "American Express" mit bis zu 230 pro 1000 Euro Reisekosten zu Buche. 75 Unternehmen aus neun europäischen Ländern haben die Wirtschaftsforscher unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt.

Zu den Unternehmen, deren Reisekosten auf den Prüfstand kamen, gehören auch 14 deutsche Firmen. Die Studie erstreckte sich auf Branchen wie Handel, Finanzdienstleistung, Automobil, Pharmazie oder Technologie.

Die Untersuchung bestätigt Erkenntnisse aus dem Jahr 1996, wonach Unternehmen zwar kräftig den Rotstift ansetzen und bei den direkten Reisekosten wie Flug- oder Bahntickets, Hotelunterbringung oder den Spesen sparen. Bei den indirekten Kosten wie zum Beispiel Reiseplanung und -buchung oder Abrechnung der Reisekosten soll es jedoch noch deutliches Sparpotenzial geben. "Die versteckten Kostentreiber in der Reiseverwaltung sind nur schwer greifbar und werden oft übersehen", sagte Thomas Nau, Vize-Präsident bei "American Express". Häufig werde nur dort gespart, wo am schnellsten ein Effekt sichtbar werde.

Der Studie zufolge lässt sich bei der Reiseverwaltung eine Kostenersparnis von bis zu 64 Prozent erreichen - bei den befragten Firmen entspräche das bis zu 700 000 Euro pro Jahr. "Teuer ist vor allem die Arbeitszeit der Mitarbeiter, die die Reisekosten verwalten", erläuterte Nau. Durch klare Reiserichtlinien und zentralisierte Abläufe innerhalb der Unternehmen lasse sich viel Geld sparen.


 
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