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Frankfurt
DSW erreicht Sonderprüfung bei Deutscher Bank

Frankfurt. Das Risikomanagement der Deutschen Bank wird angesichts milliardenschwerer Rechtsrisiken nun doch in einer Sonderprüfung durchleuchtet. Nach mehr als ein Jahr dauernden Verhandlungen habe die Bank dem Antrag der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zugestimmt, teilte der Aktionärsverein mit. Die DSW hatte versucht, die Sonderprüfung vor Gericht durchzusetzen, nachdem sich auf der Hauptversammlung 2015 etwa 14 Prozent der Aktionäre dahintergestellt hatten. Damals hatte Aufsichtsratschef Paul Achleitner sie noch als unnötig abgelehnt.

In der Sonderprüfung durch BDO-Wirtschaftsprüfer soll es aber nicht mehr um eine Überprüfung milliardenschwerer Rückstellungen gehen, sondern nur darum, wie die Bank solche Risiken künftig vermeiden will. "Jetzt wird endlich unabhängig geklärt, ob die aktuellen Kontrollsysteme der Bank ausreichen, um eine Wiederholung von Fällen wie etwa dem Libor-Skandal erfolgreich zu verhindern", sagte DSW-Vizepräsident Klaus Nieding.

(rtr)
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