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Duisburg
Duisburger Hafen spürt die China-Flaute

Duisburg. Der größte Binnenhafen der Welt bleibt aber Jobmotor: 46.000 Jobs hängen an ihm – und es sollen mehr werden.

Der Duisburger Hafen bekommt nach einem erfolgreichen Geschäft 2015 das schwächere Wachstum in China zu spüren. Im laufenden Jahr erwarte man keine nennenswerten Verbesserungen des globalen Welthandels, sagte der Vorstandschef der Duisburger Hafen AG, Erich Staake, gestern bei der Vorlage der Bilanz. Auch asiatische Seehäfen verzeichneten nur geringe Zuwächse oder sogar Rückgänge.

Dennoch wolle der Duisburger-Hafen seine Funktion als Jobmotor für die Region beibehalten, kündigte Staake an. Derzeit seien im Großraum Duisburg 46.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Hafen abhängig, davon die Hälfte in Duisburg selbst. In den nächsten Jahren rechne er mit einem Anstieg der Zahl auf 50.000, so Staake.

Der weltgrößte Binnenhafen hatte 2015 sein Geschäft ausgebaut

Im vergangenen Jahr war die Leistung der Duisport-Gruppe noch um zehn Prozent auf 217 Millionen Euro gestiegen. Mit 16 Millionen Euro (plus zwei Millionen) hatte der Vorsteuer-Gewinn einen Höchstwert erreicht. 2016 rechnet Staake aber nicht mit weiterem Wachstum.

Der weltgrößte Binnenhafen hatte 2015 sein Geschäft mit der Türkei und China ausgebaut. Ziel ist es, den Hafen als Eisenbahnknotenpunkt für Warenströme zwischen Europa und Asien auszubauen. Es verkehren täglich Züge zwischen Duisburg und verschiedenen Orten in China. "Der Ausbau der transkontinentalen Zugverbindungen gewinnt an Bedeutung", sagte Staake. Duisburg werde damit zum Start- und Zielpunkt einer "neuen Seidenstraße".

In diesem Jahr wird der Hafen 300 Jahre alt. Im September 1716 hatte der Magistrat von Ruhrort die Aushebung eines Hafenbeckens beschlossen. Im Laufe des Jahrhunderts wurde der Ort zum wichtigsten Umschlagplatz für Kohle.

(dpa)
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