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Düsseldorf/München
Bis zu 320 000 Euro Abfindung für E-Plus-Mitarbeiter

Düsseldorf/München. Bei der heutigen Teléfonica Deutschland fallen 1600 Stellen weg. Jetzt wurden Details des Sozialplans bekannt. Von Reinhard Kowalewsky

Der Betriebsrat von Teléfonica Deutschland hat einen gut dotierten Sozialplan für den Abbau von Stellen ausgehandelt. Insgesamt sollen wegen des Zusammenschlusses mit der Düsseldorfer E-Plus bis Ende 2018 1600 der aktuell 9100 Vollzeitstellen wegfallen. Dabei erhalten die Beschäftigten, die einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, grundsätzlich zwei Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr als Abfindung sowie 10 000 Euro als Zuschlag und 5000 Euro pro zu versorgendem Kind. Das geht aus internen Unterlagen hervor. Wer den Aufhebungsvertrag innerhalb von drei Wochen unterschreibt, erhält noch einmal 15 000 Euro zusätzlich. Als Beispiel bedeutet dies für einen Mitarbeiter mit einem Monatsbruttoeinkommen von 5000 Euro, dass er oder sie mit 20 Jahren Betriebszugehörigkeit 225 000 Euro Abfindung erhalten kann.

Damit die Kosten des Sozialplanes nicht völlig aus dem Ruder laufen, hat Personalvorstand Markus Haas allerdings eine Deckelung durchgesetzt: Keiner der betroffenen Mitarbeiter wird mehr als 320 000 Euro als Abschiedsprämie erhalten. Noch höhere Beträge erhalten allerdings teilweise Mitarbeiter der ersten und zweiten Führungsebene, die bereits in den vergangenen Monaten individuelle Aufhebungsverträge angeboten bekommen haben, weil ja aus zwei Konzernen einer geworden ist und manche Führungsstelle nicht mehr notwendig ist.

700 Vollzeitstellen sollen bis Ende März wegfallen, die anderen Positionen bis 2018. Interessant ist, dass es auch ein "offenes Abfindungsprogramm" über rund 100 Stellen geben wird. "Da werden sich nun diejenigen drängen, die bereits etwas Neues gefunden haben und nun zum Abschied noch ihr Konto füllen wollen", heißt es intern. Zweitens werden viele Mitarbeiter speziell in der Technik bereits jetzt wissen, zu welchen Bedingungen sie in zwei oder drei Jahren ausscheiden werden. "Dieser sehr lange Vorlauf wird die Jobsuche natürlich erleichtern", heißt es im Betriebsrat.

Nur bis Ende des Jahres ist der Bestand aller Standorte garantiert. Sicher ist, dass Düsseldorf neben München Hauptstandort bleibt. Allerdings werden in der NRW-Hauptstadt einige Büros abseits der Zentrale am Flughafen aufgegeben, weil die Zahl der Beschäftigten sinkt.

Quelle: RP
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