Trend zeigt allerdings nach oben: Einzelhandelsumsatz im Juli zurück gegangen
zuletzt aktualisiert: 01.09.2010 - 20:50Wiesbaden (RPO). Der deutsche Einzelhandel hat im Juli den zweiten Monat in Folge überraschend weniger umgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, verringerten sich die Erlöse gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten hingegen einen Zuwachs erwartet.
Saison- und kalenderbereinigt habe der Umsatz real um 0,3 Prozent abgenommen. Im Juni war der Umsatz mit derselben Rate zurückgegangen. Ökonomen hatten hingegen einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet.
Wie die Behörde weiter mitteilte, verlangsamte sich der Umsatzanstieg auf Jahressicht. Der Einzelhandel setzte demnach im Juli real 0,8 Prozent mehr um als 2009. Im Juni war noch ein Wachstum von 4,7 Prozent verzeichnet worden. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.
Steigerungen bei Nicht-Lebensmitteln
Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juli nominal 1,2 Prozent mehr und real 0,4 Prozent weniger um als vor einem Jahr, wie es weiter hieß. Bei Nicht-Lebensmitteln wurden im Juli Steigerungen verzeichnet. Nominal setzten die Einzelhändler 2,9 Prozent mehr und real 1,9 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat.
Seit Jahresbeginn setzte der deutsche Einzelhandel nominal 1,9 Prozent und real 0,9 Prozent mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Trend zeigt nach oben
Kai Falk, Sprecher des Einzelhandelsverbandes HDE, sagte mit Blick auf den Anstieg seit Jahresbeginn, dass die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und die Konjunktur das Verbrauchervertrauen und die Konsumlaune steigerten. "Der Trend zeigt eindeutig nach oben". Zugleich bestätigte Falk die Verbandsprognose, derzufolge mit Erlösen auf Vorjahresniveau gerechnet wird.
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