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Berlin
Elektrogeräte werden immer kürzer genutzt

Elektrogeräte werden immer kürzer genutzt
Ein großes Problem: Elektroschrott. FOTO: KN
Berlin. Notebooks werden dem Umweltbundesamt zufolge nur fünf Jahre genutzt, Kühlschränke immerhin 13 Jahre. Das ist aber schlecht für die Umwelt.

Viele Elektrogeräte werden einer Studie zufolge immer kürzer genutzt. So sank die durchschnittliche Nutzungsdauer von Haushaltsgroßgeräten wie Waschmaschinen, Trocknern oder Kühlschränken beim ersten Nutzer binnen zehn Jahren von 14,1 auf 13 Jahre. Bei Kühl-und -Gefrierkombinationen waren es 12,6, bei Waschmaschinen 11,9 und bei Geschirrspülern 12,4 Jahre. Das zeigt eine Untersuchung des Öko-Instituts und der Universität Bonn im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA).

Die Erstnutzungsdauer ist die Zeitspanne des Gebrauchs durch den ersten Nutzer. Bei Notebooks sank diese von 5,4 Jahren im Jahr 2004 nach einem vorübergehenden Anstieg auf 5,1 Jahre in 2012. Bei TV-Flachbildschirmen nahm die erste Nutzungsdauer von 5,7 Jahren auf 4,4 Jahre bis 2010 ab. Sie stieg dann wieder bis 2012 auf 5,6 Jahre an. Allerdings wurden über 60 Prozent der noch funktionierenden Flachbildschirmfernseher ersetzt, weil die Konsumenten ein besseres Gerät haben wollten, betonen die Autoren der Studie.

In der Unterhaltungselektronik und Informationstechnik seien Technologiesprünge sowie der Wunsch nach einem neuen Gerät häufig Auslöser für den Neukauf. Selbst bei Haushaltsgroßgeräten sei bei einem Drittel der Befragten der Wunsch nach einem besseren Gerät ausschlaggebend. Gleichzeitig stieg beispielsweise der Anteil der Haushaltsgroßgeräte, die aufgrund eines Defekts bereits innerhalb der ersten fünf Jahre ersetzt wurden, von 3,5 Prozent im Jahr 2004 auf 8,3 Prozent im Jahr 2013.

Das Umweltbundesamt wies darauf hin, dass Geräte mit kurzer Nutzungsdauer die Umwelt deutlich stärker belasteten als langlebige. Eine mögliche bessere Energieeffizienz sei darin schon berücksichtigt. Das Amt forderte mehr Transparenz über die Lebensdauer, reparierbare Produkte und eine verstärkte Nutzung von Initiativen und Plattformen zum Verschenken, Teilen und Tauschen von Geräten.

Dass Hersteller die Lebensdauer der Produkte gezielt mittels eingebauter Mängel erzeugen, könne in der aktuellen Studie nicht nachgewiesen werden, erklärte das Umweltbundesamt. Vielmehr kalkulierten Hersteller mit einer bestimmten Produktlebensdauer, die sich auch nach Zielgruppen, Einsatzbereichen und Produktzyklen richte. So würden von vielen Verbrauchern bei Fernsehgeräten etwa innerhalb eines Jahres neue Entwicklungen erwartet.

(dpa)
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