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Energiepolitik
Neubauten mit Gas- und Ölheizung nehmen wieder zu

Energiepolitik - Neubauten mit Gas- und Ölheizung nehmen wieder zu
Der Anteil der Ölheizungen bei Wohnneubauten stieg 2016 um zwölf Prozent. FOTO: dpa-tmn
Berlin. Die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Bundesregierung in Sachen Öl- und Gasheizungen laufen offenbar ins Leere. Seit 2013 nimmt der Anteil der verbrennenden Heizkörper bei Wohnneubauten wieder zu.

Entgegen den ehrgeizigen Klimaschutzzielen der Bundesregierung ist der Anteil der Wohnneubauten mit Öl- und Gasheizungen in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Grünen-Anfrage hervor. Demnach wurden die Öl- und Gasheizungsanlagen in Neubauten mit höherem Treibhausgasausstoß seit dem Jahr 2000 zwar deutlich reduziert. Seit 2013 wurden jedoch wieder vermehrt Gasheizungen verwendet. Ihr Anteil stieg von 49,8 Prozent an allen Heizungsanlagen im Jahr 2012 auf 53,3 Prozent 2015.

Bei Ölheizungen stagniert der Anteil seit 2014 bei 0,9 Prozent. Doch 2016 verzeichnete die Brennwert-Öltechnik einen starken Wiederanstieg von zwölf Prozent gegenüber 2015. "In mehr als der Hälfte der Neubauten werden noch Gasheizungen eingebaut", kritisierte Julia Verlinden (Grüne). "Damit wird die Abhängigkeit von klimaschädlichen Energieträgern für Jahrzehnte zementiert."

(mar)
 
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