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Frankfurt
Erste Klage im Milliardenstreit um Hypo Alpe Adria

Frankfurt. Die Gläubiger der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria kämpfen nun auch vor Gericht um entgangene Gelder. Am Frankfurter Landgericht begann gestern der erste Prozess, eine Entscheidung will die Kammer am 11. März verkünden. Die FMS Wertmanagement, die "Bad Bank" des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE), pocht auf Rückzahlung von Anleihen in Höhe von 200 Millionen Euro plus Zinsen (Az.: 2-12 O 114/15). Bisher sind in dem Komplex neun Klagen anhängig, die Forderungen summieren sich auf 2,2 Milliarden Euro.

Die Regierung in Wien hatte zum 1. März 2015 beschlossen, die Hypo-Alpe-Abwicklungsanstalt Heta selbst abzuwickeln und sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen. Damit griffen Bürgschaften des finanziell angeschlagenen Bundeslandes Kärnten für Heta-Verbindlichkeiten nicht mehr. Die Rückzahlung an die FMS am 6. März 2015 blieb aus, am 11. März 2015 reichte die FMS Klage ein. Insgesamt bangen deutsche Banken und Versicherungen nach früheren Angaben um gut sieben Milliarden Euro.

(dpa)
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