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Brüssel
Euro-Defizitsünder: Italien ist der heikelste Fall

Brüssel. Sechs Euro-Staaten könnten nach Einschätzung der EU-Kommission verbindliche europäische Defizitziele verfehlen. Bei Belgien, Finnland, Italien, Litauen, Slowenien und Zypern bestehe die Gefahr, dass sie über der für 2017 vereinbarten Neuverschuldung liegen könnten, teilte die Brüsseler Behörde mit. Heikel ist dabei vor allem der Fall Italien. Rom rechnet 2017 mit einer Neuverschuldung von 2,3 Prozent, mit Brüssel waren allerdings Anfang des Jahres 1,8 Prozent vereinbart worden.

Nach den Maastricht-Kriterien sind 3,0 Prozent erlaubt. Italien weist allerdings eine sehr hohe Gesamtverschuldung auf. Für das Land gelten gesonderte Auflagen. Der zuständige EU-Kommissar Pierre Moscovici kündigte an, Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise sowie für Schäden der verheerenden Erdbeben könnten bei der Haushaltsentscheidung 2017 berücksichtigt werden.

(dpa)
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