HDE: Bessere Prüfgeräte anschaffen: Euro-Falschgeld belastet Handel
zuletzt aktualisiert: 04.05.2003 - 11:32Hamburg (rpo). Die falschen Euro-Scheine machen vielen Geschäften und Kaufhäusern Probleme. Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) empfiehlt deswegen, bessere Prüfgeräte anzuschaffen.
Viele herkömmliche Geräte könnten nur amateurhaft gefälschte Blüten erkennen, sagte der HDE-Falschgeldexperte Ulrich Binnebößel der "Bild am Sonntag". Gegen moderne Fälschungen aus dem Computer seien sie dagegen machtlos.
Dies bestätigte auch Bundesbank-Experte Dirk Dominicus dem Blatt. Die im Handel oft verwendeten UV-Lampen, unter denen echte Noten farbig leuchten, würden von manchen Profi-Fälschern schon überlistet. "Darum sollten nur Geräte eingesetzt werden, die mehrere Sicherheitsmerkmale gleichzeitig überprüfen." Echte Scheine haben an einigen Stellen Erhebungen. In einem bestimmten Betrachtungswinkel wird zudem ein Hologramm sichtbar.
Vor kurzem hatte die Bundesbank mitgeteilt, dass die Zahl der Euro-Fälschungen inzwischen das Niveau der D-Mark erreicht habe, bei der auf 100.000 Banknoten im Schnitt eine Fälschung gekommen sei. Auch die Qualität der Blüten nehme zu, hieß es.
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