| 07.10 Uhr

Berlin
Extra-Zahlung der AKW-Konzerne im Gespräch

Berlin. Die AKW-Betreiber könnten mit einem zusätzlichen Beitrag zwischen sechs und 18 Milliarden Euro aus ihrer bislang unbegrenzten Haftung für die Kostenrisiken der Atommüll-Lagerung entlassen werden. In der Atomkommission der Bundesregierung werde ein Aufschlag zwischen 30 und 100 Prozent der von den Konzernen dafür bereits gebildeten Rückstellungen von 18 Milliarden Euro diskutiert, hieß es gestern nach der Kommissionssitzung.

Dieser Betrag könnte als Risikozuschlag in den geplanten öffentlich-rechtlichen Fonds für die Endlagerung eingezahlt werden. Es sei aber auch möglich, eine Nachhaftung bis zum Doppelten der rund 18 Milliarden Euro zu vereinbaren. Anders als bei einem festgelegten Risikozuschlag könnten im Fall einer begrenzten Nachhaftung die Konzerne davon profitieren, wenn letztlich die tatsächlichen Kosten kaum höher ausfielen als durch die Rückstellungen schon abgedeckt.

Andersherum müssten sie das Risiko dann auch bis zum Doppelten der 18 Milliarden Euro tragen. Aus dem Entwurf zum Abschlussbericht der Kommission geht bereits hervor, dass Stilllegung und Abriss der AKW in Eigenregie der Konzerne finanziert werden muss. Dafür haben sie Rückstellungen von rund 20 Milliarden Euro gebildet.

(rtr)
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