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Frankfurt
EZB-Chef will noch mehr Geld in die Märkte pumpen

Frankfurt. EZB-Präsident Mario Draghi ist wegen der hartnäckig niedrigen Inflation zu noch drastischeren geldpolitischen Maßnahmen bereit. Falls erforderlich werde die Euro-Notenbank alle Mittel innerhalb ihres Mandats nutzen, sagte Draghi gestern auf einem Bankenkongress. "Wir werden das tun, was wir machen müssen, um die Inflation so schnell wie möglich zu erhöhen." Die ultralockere Geldpolitik der Euro-Wächter bleibt aber umstritten: So bekräftigte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann seine Skepsis, was den Nutzen einer noch umfassenderen Geldflut angeht.

Er sieht die niedrige Teuerung vor allem als Folge der gefallenen Ölpreise. Diese seien vorteilhaft für Haushalte und Firmen, denn geringere Energierechnungen bedeuteten mehr Geld für Investitionen und Konsum. Die Währungshüter entscheiden am 3. Dezember über ihren Kurs. Im Oktober waren die Preise in der Währungsunion lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an.

(rtr)
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