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Ffrankfurt
Falschgeld-Rekord alarmiert Bundesbank

Ffrankfurt. Hochkonjunktur für Geldfälscher: Noch nie seit Einführung des Euro wurden so viele Blüten aus dem Verkehr gezogen wie im vergangenen Jahr. Insgesamt 899.000 gefälschte Scheine zählte die Europäische Zentralbank (EZB). 95.357 Blüten entdeckten Banken, Handel und Polizei davon in Deutschland, wie die Bundesbank mitteilte - auch dies der höchste Stand seit dem Euro-Start.

"Der Anstieg der Falschgeldzahlen ist bedenklich", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Allein in Deutschland ist ein Schaden von 4,4 Millionen Euro entstanden. Weltweit richteten Kriminelle mit Euro-Blüten 2015 gut 39 Millionen Euro Schaden an. Die Währungshüter hätten aber bereits gehandelt und mit überarbeiteten Scheinen für mehr Fälschungssicherheit gesorgt, betonte Thiele. Seit November ist der neue Zwanziger im Umlauf, der dritte in der neuen Banknotenserie. Mit dem neuen Fünfziger wird 2017 gerechnet.

Gerade die 20- und 50-Euro-Scheine sind bei Fälschern beliebt. Sie machen knapp 90 Prozent der Blüten aus. Die Wahrscheinlichkeit, im eignen Geldbeutel falsche Scheine zu finden, ist dennoch gering. Die EZB betonte: "Gemessen an der steigenden Zahl echter Banknoten im Umlauf ist der Anteil der Fälschungen nach wie vor sehr gering." In Deutschland gab es zwölf falsche Scheine je 10.000 Einwohner.

(dpa)
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