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Milliardenverlust 2002: Fiat ernennt neue Führungsspitze

zuletzt aktualisiert: 28.02.2003 - 18:20

Rom (rpo). Der krisengeschüttelte Fiat-Konzern hat eine neue Führungsspitze. Es ist der jüngere Bruder des im Januar verstorbenen Fiat-Patriarchen Giovanni Agnelli, Umberto Agnelli. Er hat schwere Zeiten vor sich, denn der Konzern fuhr 2002 fast vier Milliarden Euro Verlust ein.

Der Ex- Pirelli-Manager Giuseppe Morchio übernahm den Posten des Vorstandschefs übernommen. Fiat machte 2002 mit knapp 3,95 Milliarden Euro einen noch höheren Nettoverlust als bisher erwartet.

Umberto Agnelli löst Paolo Fresco ab, der seit 1998 das Unternehmen geleitet hatte. Der bisherige Vorstandschef Alessandro Barberis wurde als Vizepräsident nominiert. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist ab sofort auch Mitglied des Fiat-Verwaltungsrates, teilte der Konzern weiter mit.

Für das schlechte Ergebnis sei weiterhin die notleidende Autosparte verantwortlich, deren Verlust sich von 549 Millionen Euro auf mehr als 1,34 Milliarden Euro erhöhte. Fiat bezeichnete das Geschäftsjahr 2002 mit Blick auf die zahlreichen Veräußerungen zum angestrebten Schuldenabbau als ein "Jahr der Opfer für die Zukunft". 2001 hatte Fiat noch einen Nettoverlust von 445 Millionen Euro geschrieben. Der Umsatz der Gruppe schrumpfte 2002 von 58 Milliarden Euro auf 55,6 Milliarden Euro, hieß es.

Die Nettoverschuldung der Gruppe konnte den Angaben zufolge von 6 Milliarden Euro Ende 2001 auf 3,8 Milliarden Euro verringert werden. Jedoch erreichte Fiat damit nicht das mit den Gläubigerbanken im Gegenzug für eine 3-Milliarden-Wandelanleihe ausgehandelte Ziel, die Schulden auf 3 Milliarden Euro zu halbieren.


 
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