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Frankfurt
Finanzaufsicht schließt Tochter der Maple-Bank

Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin hat die Frankfurter Tochter der kanadischen Maple Bank wegen drohender Überschuldung geschlossen. Über das Institut sei ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen worden, teilte die Bafin mit. Demnach darf die Bank weder Gelder ausgeben noch entgegennehmen - es sei denn von Schuldnern. Im September war die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen umstrittener Dividendengeschäfte, der sogenannten Cum-ex-Deals, gegen die Maple Bank vorgegangen. Laut Bafin droht der Maple Bank GmbH mit einer Bilanzsumme von fünf Milliarden Euro die bilanzielle Überschuldung, weil sie eine Steuerrückstellung vornehmen muss.

Von den Maple-Verbindlichkeiten über rund 2,6 Milliarden Euro entfalle nur ein sehr kleiner Teil auf Privatkunden, erklärte die Bafin. Die Kundeneinlagen seien bis 100.000 Euro geschützt. Die Maple Bank GmbH stelle keine Bedrohung für die Finanzstabilität dar. Laut Bundesverband deutscher Banken werden die Wertpapierdepots vom Moratorium nicht erfasst. Über sie könne weiterhin verfügt werden.

(rtr)
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