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Aktienmarkt: Acht-Monats-Hoch an Tokioter Börse

zuletzt aktualisiert: 13.01.2011 - 07:19

Tokio (RPO). Die Entspannung in der europäischen Schuldenkrise hat die Tokioter Börse am Donnerstag auf ein neues Acht-Monats-Hoch getrieben. Händler zeigten sich erleichtert über den erfolgreichen Verkauf portugiesischer Staatsanleihen, der auch schon die europäischen Börsen sowie die Wall Street beflügelt hatte. Unterdessen erwartet die Weltbank für 2011 ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft.

Zu den größten Gewinnern zählten Finanz- und Immobilienwerte. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte notierte am Mittag 0,6 Prozent höher bei 10.580 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index verbuchte ein Plus von 0,7 Prozent auf 935 Punkte.

Unter den Finanzwerten gewannen die Aktien von Mitsubishi Financial rund anderthalb Prozent. Titel aus dem Immobiliensektor legten im Schnitt um mehr als zwei Prozent zu. Händler machten erneut vor allem Käufe ausländischer Investoren für die Kursgewinne in diesen Sektoren verantwortlich. Die Umsätze am japanischen Aktienmarkt waren vergleichsweise hoch und Marktteilnehmer zeigten sich zuversichtlich, dass sich die jüngste Rally der japanischen Aktien fortsetzen wird.

Auch an den anderen asiatischen Börsen überwogen die Kursgewinne. In Taiwan, Singapur, Hongkong und Südkorea legten die Aktien im Schnitt um bis zu ein Prozent zu. In Australien legte der Schlüsselindex sogar um 1,3 Prozent zu. Dagegen kam die Börse in Shanghai kaum vom Fleck.

Dow-Jones mit Zwei-Jahres-Hoch

Die Hoffnung auf Dividendenerhöhungen der Banken hat die Kurse am New Yorker Aktienmarkt am Mittwoch auf ihren höchsten Stand seit zwei Jahren getrieben. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte legte nach vorläufigen Berechnungen um 0,7 Prozent - 83,56 Zähler - auf 11.755,44 zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,8 Prozent und schloss bei 2.737,33 Punkten.

Südkoreanische Zentralbank hebt überraschend Leitzins an

Die südkoreanische Zentralbank hat am Donnerstag überraschend den Leitzins von 2,5 auf 2,75 Prozent angehoben. Es war bereits die zweite Erhöhung in drei Monaten. Als Grund gelten Sorgen vor einer wachsenden Inflation. Neun von zehn Experten, die die Wirtschaftsagentur Yonhap Infomax zuvor befragt hatte, hatten eine Beibehaltung des Zinssatzes von 2,5 Prozent erwartet.

Euro gibt leicht nach

Der Euro hat am Donnerstag im frühen asiatischen Handel seine Vortagesgewinne wieder teilweise abgegeben. Ein Euro kostete 1,3110 Dollar nach einem New Yorker Schlusskurs von 1,3130 Dollar. Ein Euro kostete gleichzeitig 108,84 Yen. Der Dollar lag zur japanischen Währung bei 82,99 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9679 Franken je Dollar und 1,2691 Franken je Euro.

Weltbank erwartet verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft 2011

Die Weltbank erwartet für 2011 ein verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft. In diesem Jahr werde das globale Wachstum nach einer Schätzung nur noch bei rund 3,3 Prozent liegen, nach 3,9 Prozent im vergangenen Jahr, erklärte das Institut am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Während der Auftrieb in Schwellen- und Entwicklungsländern voraussichtlich bei sechs Prozent liegen werde, werde für die Industrieländer ein Wachstum von lediglich 2,4 Prozent erwartet.

Das erwartete Wachstum reicht nach Einschätzung der Weltbank nicht, um die Arbeitslosigkeit und die Flaute in den am stärksten getroffenen Wirtschaftssektoren zu bekämpfen. Sorge äußerte das Institut zudem über den Preisanstieg bei Rohstoffen, vor allem von Nahrungsmitteln und Treibstoffen. Dieser Preisanstieg lasse befürchten, dass es wieder zu einer Inflation wie 2008 kommen könne.

Quelle: RTR/dapd/afp

 
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