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Deutscher Aktienmarkt börse händler verlust DDP
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US-Börsen: Ägypten-Proteste drücken die Kurse

zuletzt aktualisiert: 29.01.2011 - 09:58

Düsseldorf (RPO). Enttäuschende Geschäftergebnisse von US-Unternehmen haben die Wall Street am Freitag ins Minus gedrückt. Der Autohersteller Ford hatte Quartalszahlen vorgelegt, die deutlich unter den Erwartungen lagen. Zudem lastete die Sorge über eine mögliche Eskalation der Proteste in Ägypten auf den Kursen.

Ermutigende Konjunkturdaten konnten den Abwärtstrend nicht aufhalten. An der Technologie-Börse war der Handel zunächst gestört. Wegen eines technischen Fehlers gab es fast eine Stunde lang keine Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab knapp 1,4 Prozent auf 11.823 Punkte nach. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 11.803 und 12.012 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 1,8 Prozent auf 1276 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 2,5 Prozent auf 2687 Punkte ein. Für die gesamte Woche ergibt sich damit für den Dow ein Abschlag von 0,4 Prozent, für den S&P von 0,5 und den Nasdaq-Index von 0,1 Prozent. Der Dax in Frankfurt beendete den Handel 0,7 Prozent tiefer bei 7102 Punkten.

Autohersteller verlieren besonders stark

In New York gaben besonders die Aktien der US-Autohersteller nach. Den Gewinneinbruch im vierten Quartal führte Ford auf seinen Schuldenabbau und überraschende Verluste in Europa zurück. Die Anleger zeigten sich enttäuscht: Die Aktien fielen um mehr als 13 Prozent. "Die Tatsache, dass Ford in der letzten Zeit so sehr gestiegen ist, macht den Kurssturz heute noch bitterer", sagte Mark Bronzo, Analyst bei Security Global Investors. Der Kurs war seit Anfang 2011 bis zum Börsenschluss am Donnerstag um nahezu zwölf Prozent nach oben geklettert. Der heftige Absturz der Ford-Titel zog auch den Kurs von Konkurrent Genera Motors um mehr als fünf Prozent nach unten.

Zudem sorgten die Massenproteste in Ägypten für Unruhe auf dem Handelsparkett. Die Anleger befürchten eine Ausbreitung der Proteste im Nahen Osten. Energietitel gaben trotz des deutlich gestiegenen Ölpreises nach. "Wir stehen vor einem Wochenende, an dem in Ägypten alles passieren kann", sagte Peter Boockvar, Analyst bei Miller Tabak & Co.

Aktien von Amazon.com büßten 7,2 Prozent ein. Das weltgrößte Online-Kaufhaus machte im Weihnachtsgeschäft weniger Umsatz als von Experten erwartet. Der Kampf um Marktanteile mit hohen Rabatten und kostenlosem Versand trübten das Ergebnis. Die Papiere des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft sackten trotz eines Rekordumsatzes um knapp vier Prozent ab. Investoren sind besorgt, dass Microsoft das rasante Wachstum bei Smartphones und Tablet-Computern verpasst.

Für Optimismus bei den Anlegern sorgte die anziehende US-Konjunktur: Ende 2010 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft um 3,2 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 484 Werte legten zu, 2533 gaben nach und 85 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,38 Milliarden Aktien 413 im Plus, 2221 im Minus und 82 unverändert.

Quelle: RTR/awei

 
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