Schwache Wall Street: Aktienmarkt geht mit Verlusten ins Wochenende
zuletzt aktualisiert: 21.10.2005 - 18:31Frankfurt/Main (rpo). Mit einem Verlust von 0,5 Prozent auf 4.838 Punkte hat sich der Deutsche Aktienindex ins Wochenende verabschiedet. als Belastung stellten sich die schwachen Vorgaben der New Yorker Wall Street heraus.
Der TecDAX gab 1,3 Prozent auf 561 Zähler ab und der MDAX notierte 1,0 Prozent leichter bei 6578 Punkten. Insgesamt hielt sich der Verkaufsdruck aber in Grenzen, was Händler auch auf den weiter fallenden Ölpreis zurückführten. Die Nachrichtenlage wurde als "extrem dünn" bezeichnet.
Belastend wirkte sich auch die schwache New Yorker Wall Street vom Vortag aus. Am Freitag präsentierten sich die US-Märkte dagegen verhalten freundlich. Grund waren gute Zahlen und satte Kursgewinne des Branchenschwergewichts Google, die auch andere Werte der Branche mitzogen. Der Nasdaq Composite verbuchte bis 17.45 Uhr MESZ ein Plus von 0,8 Prozent auf 2084 Punkte. Der Dow-Jones-Index verringerte sich hingegen um 0,4 Prozent auf 10234 Zähler.
Der Euro nahm am Freitag wieder die Hürde von 1,20 Dollar. Die Europäische Zentralbank ermittelte einen leicht gestiegenen Referenzkurs von 1,2012 Dollar nach 1,1953 Dollar am Donnerstag. Zum Abend sank die Gemeinschaftswährung allerdings wieder auf 1,1966 Dollar.
Stärkster Verlierer im DAX waren Linde, die nachrichtenlos 2,9 Prozent auf 58,30 Euro nachgaben. Dies sei eine der letzten Aktien mit stabilem Aufwärtstrend gewesen, bei der es bislang noch nicht zu massiven Gewinnmitnahmen gekommen sei, hieß es unter Marktteilnehmern. Fresenius Medical Care fielen um 2,0 Prozent auf 74,25 Euro. Nach viertägigem Fall sei die Aktie nun in eine beschleunigte Abwärtsbewegung übergegangen, sagte ein Händler.
Infineon konnten 0,5 Prozent auf 7,94 Euro zulegen. Grund seien die guten Zahlen von US-Speicherchiphersteller Sandisk und der Ausblick von Toshiba. Deutsche Telekom stiegen nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley um 0,3 Prozent auf 14,95 Euro.
Presseberichte über künftige Preiskontrollen der Gas-Preise wirkten sich nicht negativ auf die Versorger aus. "Das war jedem klar, dass die Versorger den Bogen überspannt haben", sagte ein Händler. Die Kartellschritte seien daher erwartet worden. E.ON notierten bei 74,28 Euro mit 0,4 Prozent im Plus, RWE lagen nahezu unverändert bei 51,50 Euro.
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