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Bayer gefragt: Aktienmarkt im Griff der Zinsängste

zuletzt aktualisiert: 28.06.2006 - 18:16

Frankfurt/Main (rpo). Das Bayer-Papier war gefragt. Ansonsten blieb der Handel am deutschen Aktienmarkt nach einem schwachen Start in verhaltener Stimmung. Der DAX ging mit 5457 Punkten aus dem Handel. Händler machten nach wie vor Zingsängste verantwortlich.

Mit 5457 Punkten lag der DAX rund zwei Punkte unter dem Vortagesschluss. Der TecDAX gab um 0,8 Prozent auf 618 Zähler nach und der MDAX verlor 1 Prozent auf 7552 Punkte. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Donnerstag hätten die Zinsängste die Märkte fest im Griff, sagten Händler. Das neue Allzeit-Hoch des GfK-Konsumklimas habe dazu beigetragen, die derzeitigen Zinserhöhungsängste zu untermauern. Dass die gute Konsumstimmung eigentlich gut für die Aktien sei, nehme momentan keiner wahr, sagte ein Händler.

Der US-Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch knapp behauptet. Der Dow-Jones-Index verlor bis gegen 17.45 Uhr MESZ 0,1 Prozent auf 10 911 Punkte. Der Nasdaq Composite gab um 0,4 Prozent auf 2093 Zähler nach. Mit Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Donnerstag dürfte der Handel in ruhigen Bahnen verlaufen. Der Markt gehe weiterhin von einer Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 5,25 Prozent aus.

Der Euro notierte am Abend mit 1,2531 Dollar etwas leichter. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,2570 Dollar festgestellt

Stärkster Verlierer im DAX waren MAN, die 1,6 Prozent auf 52,89 Euro einbüßten. adidas gaben 1,5 Prozent auf 35,87 Euro ab. Mehr als ein Prozent schwächer schlossen Commerzbank und Linde. Gefragt waren hingegen Bayer, die 1,7 Prozent auf 33,32 Euro zulegten. Händler verwiesen auf eine Studie von Bear Stearns, in der die Aktie als "Outperformer" mit Kursziel 40 Euro empfohlen werde. Ebenfalls gesucht waren die Versorger. E.ON gewannen 1 Prozent auf 85,17 Euro und RWE 0,9 Prozent auf 62,13 Euro.

Im MDAX gehörten nach den Querelen um die Führungsstruktur erneut EADS zu den stärksten Verlierern. Die Papiere gaben 3,7 Prozent auf 21,25 Euro nach.

Quelle: afp

 
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