Börse: Aktienmarkt schließt schwach
zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 - 18:42Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag seine Talfahrt wieder aufgenommen. Nach schlechten Vorgaben aus den USA verlor der Leitindex Dax 2,5 Prozent auf 3844 Punkte. Der MDax fiel um 1,4 Prozent auf 4608 Punkte und der TecDax gab 1,3 Prozent auf 444 Zähler nach. Im Mittelpunkt standen die Zahlen der Deutschen Telekom, die als einziger Wert mit Kursgewinnen schloss.
"Der Markt leidet weiterhin unter den Konjunktursorgen", sagte ein Händler. Eine Erholung des deutschen Marktes aus eigener Kraft sei schwierig. Der Fokus habe sich noch stärker als in der Vergangenheit auf die Entwicklung an der Wall Street verlagert, hieß es weiter. Das Epizentrum der Finanzkrise liege in den USA, dort müsse auch die Erholung einsetzen.
An der New Yorker Wall Street verringerten die Indizes im Handelsverlauf ihre Verluste. Nach schlechten Unternehmensnachrichten und erschreckend schwachen Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt waren die Kurse zu Handelsbeginn deutlich ins Minus gerutscht. Bis 17.50 Uhr MEZ fiel der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 7141 Punkte, nachdem er im Tagestief schon bis auf 7034 Zähler gefallen war. Der Nasdaq-Composite gab 0,2 Prozent auf 1389 Punkte nach. Zu den schwächsten Werten gehörten einmal mehr die Finanzwerte.
Der Euro wurde am Abend kaum verändert zu 1,2669 Dollar gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Mittag einen Referenzkurs von 1,2644 Dollar festgelegt hatte.
Telekom-Aktie legt zu
Im Dax stieg die Telekom-Aktie als einziger Gewinner um 0,9 Prozent auf 9,57 Euro. Die Telekom hatte am Morgen einen Jahresüberschuss von 1,5 Milliarden Euro bekanntgegeben. Bereits am Donnerstagabend hatte der Konzern eine neue Konzernstruktur angekündigt. Schwächster Wert im Leitindex waren Volkswagen mit einem Minus von 7,0 Prozent auf 188 Euro. Deutsche Bank verbilligten sich um 5,1 Prozent auf 20,78 Euro. Zu den schwächsten Werten gehörten auch Daimler. Der Konzern erwartet nach eigenen Angaben eine anhaltende Absatzkrise.
In der zweiten Reihe fielen Hypo Real Estate um 12,6 Prozent auf 1,04 Euro und führten damit die Verlierer an. Norddeutsche Affinerie gaben 10,2 Prozent auf 19,85 Euro nach. Gesucht waren auf der anderen Seite vor allem Hannover Rück mit einem Plus von 7,0 Prozent auf 28,71 Euro sowie Premiere, die sich um 6,1 Prozent auf 1,90 Euro verteuerten.
Im TecDax wurden die wenigen Gewinner von Phoenix Solar angeführt, die 3,2 Prozent auf 30,12 Euro zulegten. Schwächster Wert waren QSC mit einem Minus von 9,6 Prozent auf 0,94 Euro. Jenoptik büßten 8,7 Prozent auf 3,47 Euro ein.
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