Dax unter 3900 Punkten: Aktienmarkt setzt Talfahrt fort
zuletzt aktualisiert: 24.02.2009 - 18:19Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat seine Talfahrt am Dienstag fortgesetzt. Der Leitindex Dax schloss mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 3896 Punkten. Am Vormittag war er zeitweise um mehr als 3,0 Prozent auf 3817 Punkte eingebrochen. Der MDax gab 2,0 Prozent auf 4565 Zähler nach und der TecDax verringerte sich um 0,9 Prozent auf 442 Zähler.
Am Nachmittag stützte die Wall Street den deutschen Markt etwas. In New York notierte der Dow-Jones-Index gegen 17.45 Uhr MEZ mit 1,1 Prozent im Plus bei 7191 Punkten. Der Nasdaq Composite legte 1,4 Prozent auf 1408 Zähler zu. Nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Tage komme es zu einer technisch bedingten Erholung, sagten Händler.
Allerdings hat die Stimmung der US-Verbraucher im Februar einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der vom Forschungsinstitut Conference Board berechnete Index des Verbrauchervertrauens sank auf 25,0 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand in der bis 1967 zurückreichenden Indexhistorie.
Der Euro wurde am Abend zu 1,2751 Dollar schwächer als am Mittag gehandelt. Die Europäische Zentralbank legte einen Referenzkurs von 1,2763 Dollar fest.
Stärkster Verlierer im Dax waren BMW, die sich um 4,6 Prozent auf 19,23 Euro verbilligten. ThyssenKrupp, Münchener Rück und Allianz verloren jeweils vier Prozent. Gefragt waren auf der anderen Seite Deutsche Bank mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 18,15 Euro. Commerzbank legten 2,2 Prozent auf 2,81 Euro zu.
In der zweiten Reihe verloren Continental 11,2 Prozent auf 11,40 Euro. Heidelbergcement büßten 10,7 Prozent auf 20,35 Euro ein. Gegen den Trend stiegen IVG Immobilien um 7,8 Prozent auf 3,85 Euro.
Im TecDax standen vor allem Drägerwerk unter Druck und verbilligten sich um 10,4 Prozent auf 17,83 Euro. Das Unternehmen hat die Dividende für 2008 reduziert und erwartet für 2009 einen Umsatzrückgang. Gefragt waren hingegen Q-Cells, die nach der Vorlage von Geschäftszahlen um 7,6 Prozent auf 14,46 Euro zulegten, obwohl die Umsatzprognose gesenkt wurde.
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