Trotz schlechter Vorgaben aus den USA: Aktienmarkt startet mit Kursgewinnen
zuletzt aktualisiert: 10.12.2008 - 09:35Frankfurt/Main (RPO). Trotz schlechter Vorgaben aus den USA ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch fester in den Handel gestartet. In den ersten Handelsminuten legte der Leitindex DAX 0,8 Prozent auf 4819 Punkte zu.
Der MDAX gewann 0,4 Prozent auf 5336 Zähler und der TecDAX stieg um 0,4 Prozent auf 484 Punkte. Händler verwiesen auf die Hoffnungen, die US-Regierung könne mit dem Kongress die Autohersteller retten. Entsprechend verzeichneten die Autowerte deutliche Kursaufschläge.
An der New Yorker Wall Street hatte am Dienstag eine weitere Welle von Gewinnwarnungen die Aktienkurse kräftig unter Druck gebracht. Der Dow-Jones-Index verlor 2,7 Prozent auf 8691 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index sank um 1,6 Prozent auf 1547 Zähler.
Der Euro legte am Morgen gegenüber dem Dollar zu. Gegen 9.10 Uhr notierte er im Devisenhandel bei 1,2980 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Dienstag einen Referenzkurs von 1,2838 Dollar festgestellt.
Im DAX stiegen Hypo Real Estate um 7,1 Prozent auf 3,18 Euro. Infineon legten 6,4 Prozent auf 0,84 Euro zu. BMW und Daimler stiegen um 3,8 beziehungsweise 3,5 Prozent auf 22,97 beziehungsweise 26,57 Euro. Dagegen verloren Linde 2,0 Prozent auf 57,25 Euro. Der Wettbewerber Praxair hatte verkündet, Stellen zu streichen und senkte seine Prognose. Schwächer starteten auch Telekom und Commerzbank.
In der zweiten Reihe waren vor allem Hamburger Hafen und Logistik gesucht. Die Aktie verteuerte sich um 3,7 Prozent auf 24,38 Euro. Wacker Chemie und Gildemeister legten jeweils knapp drei Prozent zu. Die Verlierer wurden von Hugo Boss angeführt. Die Aktie gab 2,9 Prozent auf 10,92 Euro nach.
Im TecDAX waren erneut freenet gesucht und stiegen um 4,8 Prozent auf 3,50 Euro. Am anderen Ende verloren Rofin Sinar 4,1 Prozent auf 18,60 Euro und gaben damit die Gewinne des Vortages fast komplett wieder ab.
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