US-Bonität herabgestuft: Aktionärsschützer warnt Anleger vor Panik
zuletzt aktualisiert: 06.08.2011 - 15:02Berlin (RPO). Einer der wichtigsten deutschen Aktionärsschützer warnt die Anleger vor Panikreaktionen auf die Senkung der US-Kreditwürdigkeit und den Kurssturz der vergangenen Woche. "Die Herabstufung der USA war längst überfällig", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, am Samstag.
Der Markt habe diesen Schritt erwartet. Für Amerika werde es nun schwieriger, die Wirtschaft über zusätzliche Schulden anzukurbeln. Aktienbesitzer sollten sich unabhängig vom jüngsten Kurssturz fragen, ob sie an guten Unternehmen beteiligt seien, sagte Hocker. Wer diese Frage mit Ja beantworten könne, dem rät der Aktionärsschützer dazu, die Papiere zu halten und Ruhe zu bewahren. "Wir müssen uns daran gewöhnen: Die Volatilität ist höher", sagte Hocker. An den Märkten gehe es nun mal viel heftiger rauf und runter als früher. "Also muss man sturer sein", sagte der DSW-Hauptgeschäftsführer.
Investitionen würden immer risikoreicher, weil die Trend schneller wechselten. Trotz der steigenden Unsicherheit seien ausgewählte deutsche Aktien noch immer eine gute Investition. Einsteiger hätten nun günstige Kaufmöglichkeiten. Er empfehle große Unternehmen mit einem erfolgreichen Geschäftsmodell, die zudem regelmäßig ordentliche Dividenden zahlen.
Anlegern in Deutschland rät Hocker, Anleihen vor allem aus Eurostaaten zu kaufen. Eine Möglichkeit seien deutsche Staatspapiere, bei denen man aber eine niedrige Verzinsung in Kauf nehmen müsse. Für eine gute Anlagemöglichkeit halte er aber auch Anleihen florierender deutscher Unternehmen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
