Günstigere Besteuerung: Angriff auf Steuerparadies Schweiz gescheitert
zuletzt aktualisiert: 07.10.2005 - 11:42Bern (rpo). Michael Schumacher wird aufatmen und mit ihm alle anderen reichen Prominenten, die wegen der niedrigen Steuern ihr Geld in der Schweiz anlegen. Im Schweizer Parlament scheiterte am Donnerstagabend eine Initiative, wonach die für reiche Ausländer günstige Besteuerung abgeschafft werden sollte.
Der Antrag der Sozialdemokratin Susanne Leutenegger Oberholzer wurde mit 87 zu 67 Stimmen abgelehnt. Die Abgeordnete hatte argumentiert, rund 4000 Reiche aus dem Ausland wie Schumacher bezahlten nur ein Zehntel der Steuern, die sie als Schweizer zahlen müssten. Dem Schweizer Fiskus entgehe so über eine halbe Milliarde Franken (rund 333 Millionen Euro).
Die so genannte Besteuerung nach dem Aufwand in der Schweiz ersetzt die normale Einkommens- beziehungsweise Vermögenssteuer. Sie kann von Menschen in Anspruch genommen werden, die erstmals oder nach einer Abwesenheit von mindestens zehn Jahren in der Schweiz ihren Wohnsitz haben und dort nicht erwerbstätig sind.
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