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Finanzkrise: Apec-Staaten wollen auf Protektionismus verzichten

zuletzt aktualisiert: 23.11.2008 - 09:11

Lima (RPO). Die Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (Apec) haben am Samstag mit Blick auf die weltweite Finanzmarktkrise beschlossen, in den nächsten zwölf Monaten auf jeglichen Protektionismus zu verzichten.

Die Apec-Staaten wollen keinen Protektionismus. Foto: AP, AP

Die Führer der 21 APEC-Staaten, die für rund die Hälfte des Wirtschaftsvolumens auf der Welt stehen, wollen in den nächsten Monaten auch einen neuen Vorschlag für die Wiederbelebung der Welthandelsgespräche machen, die im Juli nach siebenjährigen Verhandlungen gescheitert waren.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush hat die Länder Asiens und Amerikas davor gewarnt, wegen der internationalen Finanzkrise in einen Protektionismus zu verfallen. Vom Weg der freien Marktwirtschaft und des Freihandels dürfe nicht abgewichen werden, sagte Bush am Samstag in einer Rede beim Apec-Gipfel in Lima.

"Es ist eine der Lehren aus der Großen Depression in den 30er Jahren, dass globaler Protektionismus der Weg zum globalen wirtschaftlichen Ruin ist", sagte der scheidende US-Präsident. Übertriebene Regulierungen der Märkte würden Innovationen behindern und das Wirtschaftswachstum abwürgen.

Die Eindämmung der weltweiten Finanzkrise war zentrales Thema des Gipfeltreffens in der peruanischen Hauptstadt. Bush führte am Rande auch Einzelgespräche Kollegen aus den 21 Apec-Staaten. Bei einem Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao warb er um Unterstützung im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm. Es ist voraussichtlich Bushs letzte Auslandsreise als US-Präsident. Er fühle sich "ein wenig nostalgisch", ließ er nach der Zusammenkunft mit Hu seine Sprecherin Dana Perino mitteilen.

Hunderte Studenten demonstrieren bei APEC-Gipfel gegen Bush

Mehrere hundert Studenten haben beim APEC-Gipfel in Lima gegen US-Präsident George W. Bush protestiert. "Faschist Bush, Du bist der Terrorist", skandierten die linksgerichteten Teilnehmer der Demonstration vor der Residenz des US-Botschafters in Peru. Einige der rund 300 Demonstranten trugen aus Protest gegen das US-Gefangenenlager Guantanamo orangene Gefangenen-Overalls. Zugleich kritisierten die Studenten das Treffen der Staats- und Regierungschefs des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC), an dem auch Bush teilnahm. So entrollten sie ein Spruchband mit der Aufschrift "APEC bedeutet Hunger und Arbeitslosigkeit".

Quelle: ap

 
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