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Arbeitskosten
Eine Arbeitsstunde kostet in Deutschland durchschnittlich 32,70

Arbeitskosten: Eine Arbeitsstunde kostet in Deutschland durchschnittlich 32,70
FOTO: dpa, Kai Remmers
Wiesbaden. Der Faktor Arbeit ist in der deutschen Privatwirtschaft teurer als im europäischen Durchschnitt.

Die Arbeitsstunde inklusive Nebenkosten kostete im vergangenen Jahr 32,70 Euro und lag damit über dem Schnitt der 28 EU-Staaten (25,90 Euro) wie auch der 19 Staaten im Euro-Währungsgebiet (29,60 Euro), wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete.

Deutschland lag damit auf dem achten Rang unter anderem hinter Spitzenreiter Dänemark (42,70 Euro) und Frankreich (35,70 Euro). Erfasst wurden Arbeitsplätze in der Industrie sowie in marktbestimmten Dienstleistungen, also ohne den öffentlichen Dienst.

Besonders hoch sind die Arbeitskosten in der deutschen Industrie. Mit durchschnittlich 38 Euro pro Stunde lagen sie 44 Prozent über dem EU-Schnitt und europaweit auf dem vierten Rang. Teurer war der Faktor der Industriearbeit nur in Belgien, Dänemark und Schweden. Hohe Arbeitskosten können über höhere Produktivität der Anlagen ausgeglichen werden. Deutschland ist trotz hoher Arbeitskosten der mit Abstand wichtigste Industriestaat Europas.

In Schweden wurden zudem die höchsten Lohnnebenkosten fällig, nämlich 48 Euro auf 100 Euro Lohn. In Deutschland fielen nur 28 Euro an, zum Beispiel für Sozialversicherungen, betriebliche Altersversorgung und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. In dieser Kategorie blieb Deutschland unter den Durchschnittswerten von EU und Euro-Raum.

(felt/dpa)
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