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  Foto: AFP, AFP
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Gewinnmitnahmen und Bernanke belasten: Asien-Börsen legen Verschnaufpause ein

zuletzt aktualisiert: 08.12.2009 - 09:11

Tokio (RPO). Die Aktienbörsen in Fernost haben am Dienstag schwächer tendiert. Händler machten Gewinnmitnahmen nach dem Anstieg der vergangenen Tage als Grund aus. Zudem weckte US-Notenbankchef Ben Bernanke neue Sorgen über den Zustand der amerikanischen Konjunktur, was unter anderem den Dollar belastete.

Bernanke hatte am Montag zwar auf eine verbesserte Wirtschaftslage hingewiesen, zugleich aber vor weiteren Risiken wie einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit gewarnt.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 10.140 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ebenfalls 0,3 Prozent im Minus bei 896 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und der chinesische Leitindex notierten schwächer. Nur die Börse in Singapur verzeichnete leichte Gewinne.

In Tokio zählten Exportwerte wie Canon oder Honda zu den Verlierern. Canon-Aktien gaben 1,1 Prozent an, die Honda-Papiere sanken um 0,3 Prozent. Den Kursen half nicht, dass die japanische Regierung am Dienstag ein weiteres Hilfspaket zur Ankurbelung der Konjunktur auf den Weg brachte. Der Umfang beträgt 7,2 Billionen Yen, also umgerechnet etwa 54,5 Milliarden Euro.

Die Verabschiedung der Maßnahmen sei an der Börse aber bereits eingepreist worden, sagte Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. Takashi Ushio von Marusan Securities begründete das Minus zudem mit Gewinnmitnahmen: "Die Verkäufe sind eine Kombination aus einem leicht stärkeren Yen und der Geschwindigkeit, mit der der Nikkei in den vergangenen sechs Tagen angestiegen ist. Da ist es nur natürlich, dass der Markt mal durchschnauft."

An den chinesischen Börsen sorgte der Autobauer Geely für Gesprächsstoff. Die Aktien des größten privaten Pkw-Herstellers Chinas wurden vom Handel ausgesetzt. Unternehmenskreisen zufolge wurden die am Vortag genannten Absatzprognosen für das kommende Jahr angezweifelt. Geely, der derzeit für die schwedische Ford-Tochter Volvo bietet, hatte erklärt, den Absatz auf 400.000 von derzeit angepeilten 300.000 Fahrzeugen steigern zu wollen. Daraufhin waren die Papiere am Montag auf ein neues Rekordhoch geklettert.

In New York hatten die Börsen nach der Bernanke-Rede uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nahezu unverändert bei 10.390 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,3 Prozent auf 1103 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,2 Prozent auf 2189 Punkte.

Der Euro erholte sich im fernöstlichen Devisenhandel wieder. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,4852 Dollar nach 1,4811 Dollar im späten New Yorker Montagshandel. Der Dollar büßte auch zur japanischen Währung an Wert ein. Er tendierte bei 88,97 Yen nach 89,53 Yen, der Euro lag bei 132,12 Yen.

Quelle: RTR/csr

 
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