Weltweite Finanzkrise: Banken verleihen 180 Milliarden Dollar
zuletzt aktualisiert: 18.09.2008 - 15:59Frankfurt/Main (RPO). Im Kampf gegen die weltweite Finanzkrise haben die Notenbanken rund um die Welt noch einmal 180 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Durch das Geld sollen die Liquiditätsengpässe vermieden werden.
Am jüngsten Paket zur Sicherstellung der Liquidität auf dem US-Dollar-Geldmarkt sind laut Mitteilung vom Donnerstag die Bank of Canada, die Bank of England, die Europäische Zentralbank (EZB), die Federal Reserve (Fed) der USA, die Bank of Japan und die Schweizerische Nationalbank (SNB) beteiligt.
Ziel sei es, den erhöhten Anspannungen entgegenzutreten. Die Euroland-Währungshüter wollten 40 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Auch die Bank of England stellt in der gemeinsamen Aktion 40 Milliarden Dollar bereit.
Zusammen mit anderen Schritten in den vergangenen Tagen seien diese Maßnahmen dazu geeignet, die Liquiditätsverhältnisse an den internationalen Finanzmärkten zu verbessern, erklärten die Zentralbanken. Sie bekräftigten zudem die Absicht, weiterhin auf die anhaltende Anspannung zu reagieren.
Die US-Notenbank Fed gab bekannt, sie habe die bestehenden Swap-Abkommen mit anderen Notenbanken erhöht und neue solche gegenseitigen Währungsgeschäfte bereitgestellt. Der gesamte Betrag, der zur Überbrückung von Engpässen auf dem Dollar-Geldmarkt zur Verfügung steht, steigt dadurch um 180 Milliarden auf 247 Milliarden Dollar. Die Liquiditätszufuhr ist wichtig, weil das Misstrauen zwischen den Banken weiter gestiegen ist und sie selbst nicht mehr bereit sind, sich untereinander flüssige Mittel zur Verfügung zu stellen.
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