Finanzkrise: BayernLB braucht offenbar weitere Finanzhilfen
zuletzt aktualisiert: 06.11.2008 - 10:23Düsseldorf (RPO). Der BayernLB droht eine weitere finanzielle Belastung. Nach den Milliardenverlusten im eigenen Bankgeschäft benötigt ihre österreichische Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) offenbar dringend frisches Kapital.
Das Institut habe eine schwache Kernkapitalquote, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. Die HGAA muss zudem bald den österreichischen Banken-Rettungsschirm in Anspruch nehmen. An einer Kapitalerhöhung müsste sich die BayernLB als Mehrheitseigner beteiligen.
Die Landesbank ist durch die Finanzkrise allerdings selbst stark angeschlagen und hatte als erste deutsche Bank um Hilfen aus dem Bankenrettungsfonds der Bundesregierung (Soffin) gebeten.
Der Verwaltungsrat der BayernLB hatte einen Kapitalbedarf von 6,4 Milliarden Euro für das Institut angegeben, 5,4 Milliarden Euro davon sollten von der Soffin kommen. Zugleich will das Institut an der HGAA aber festhalten, wie der Bankchef Michael Kemmer erst kürzlich betont hatte.
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