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Börse
Dax bleibt unter 10.400 Punkten

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Zum Handelsschluss am Mittwoch ist der Dax unter der Marke von 10.400 Punkten geblieben – kaum verändert, bei einem Minus von 0,08 Prozent auf 10.378,40 Punkten.

"Der Dax hängt fest", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Vor dem sogenannten Hexensabbat an diesem Freitag, dem großen Verfallstag an den Terminbörsen, scheinen sich die Marktteilnehmer mit dem aktuellen Niveau angefreundet zu haben."

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen zeigte sich mit plus 0,08 Prozent auf 21 077,25 Punkte ebenfalls wenig verändert. Beim Technologiewerte-Index TecDax stand ein Gewinn von 0,33 Prozent auf 1747,97 Zähler auf der Kurstafel.

Monsanto-Übernahme durch Bayer

Bei der Milliardenübernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto durch den Bayer-Konzern sind die Deutschen am Ziel. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für Monsanto zuvor noch einmal erhöht und zahlt nun 128 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einer Gesamtbewertung von rund 66 Milliarden Dollar.

Marktexperten sehen den Preis zwar als hoch an, hatten aber vorher befürchtet, Bayer könnte 130 Dollar oder mehr zahlen und sich finanziell übernehmen. Die Bayer-Papiere hatten am Nachmittag zeitweise um 4,7 Prozent zugelegt. Am Ende des Tages war die Euphorie mit einem Plus von nur noch 0,27 Prozent auf 93,55 Euro aber dahin.

Das Übernahmekarussell drehte sich auch im Kleinwerte-Index SDax, an dessen Spitze die Anteile von Braas Monier um 18,98 Prozent auf 25,86 Euro hochschnellten. Der US-Konzern Standard Industries plant offenbar für Anfang kommender Woche eine Offerte von 25 Euro je Aktie, die der Verwaltungsrat von Braas Monier aber als zu niedrig ablehnen will. Einem Händler zufolge könnte sich ein Übernahmekampf anbahnen.

EuroStoxx sinkt, Dow Jones steigt

Die Papiere des ebenfalls im SDax notierten Modeherstellers Gerry Weber legten nach Geschäftszahlen zwischenzeitlich um fast 8 Prozent zu. Zum Handelsschluss schmolz der Gewinn aber auf nur noch 0,22 Prozent. Die Kosten für den laufenden Umbau hatten den Konzern im dritten Geschäftsquartal in die roten Zahlen gedrückt. Doch das Zahlenwerk sei insgesamt nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet, sagte ein Händler.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,33 Prozent auf 2964,90 Punkte. Auch der Pariser Cac 40 schloss schwächer, während der Londoner FTSE 100 leicht zulegte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss 0,22 Prozent höher.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,14 Prozent am Vortag auf minus 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,14 Prozent auf 143,36 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,42 Prozent auf 163,61 Zähler. Der Eurokurs stieg zuletzt auf 1,1269 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1218 (Dienstag: 1,1247) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8914 (0,8891) Euro gekostet.

(isw/dpa)
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