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Börse
Dax geht mit leichtem Minus ins Wochenende

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag angesichts der geldpolitischen Unsicherheiten weiterhin in Zurückhaltung geübt. Der Dax verabschiedete sich mit einem Minus von 0,19 Prozent auf 10.696 Punkte ins Wochenende.

Damit erholte sich der Index deutlich von anfänglichen Verlusten von über einem Prozent. Marktbeobachter Andreas Lipkow begründete das unter anderem mit guten Quartalszahlen, die Hoffnung auf einen weiterhin positiven Zahlenreigen machten. Auf Wochensicht hat der deutsche Leitindex aber dennoch leicht nachgegeben. Trotz des vorübergehenden Anstiegs auf ein Jahreshoch bei 10.827 Punkten blieb ihm der erhoffte Befreiungsschlag im Wochenverlauf weiterhin verwehrt.

Nicht viel besser erging es am Freitag den übrigen Indizes aus der zweiten Reihe: Der Index der mittelgroßen Werte MDax gab um 0,35 Prozent auf 21.162 Punkte nach und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es sogar um 0,68 Prozent auf 1730,48 Zähler nach unten.

Bricht der Dax aus?

Die Themen der vergangenen Tage werden den deutschen Aktienmarkt wohl auch in der neuen Woche begleiten. Im Mittelpunkt steht neben der Geldpolitik und der Berichtssaison vor allem die Frage, ob der deutsche Leitindex Dax endlich aus seiner nunmehr fast drei Monate andauernden Handelsspanne zwischen 10.300 und 10.800 Punkten ausbrechen kann. Zuletzt war er erneut und gleich zweimal am oberen Ende dieser Spanne gescheitert.

"Der Markt wird hin und her geschoben von günstiger Bewertung und mangelnden Alternativen auf der einen und Zinsängsten auf der anderen Seite", sagt Daniel Saurenz von Feingold Research.

Hinsichtlich der Geldpolitik blicken die Anleger insbesondere nach Washington, wo die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren geldpolitischen Kurs entscheidet. Auch wenn eine Straffung der Geldpolitik noch in diesem Jahr am Markt als ausgemacht gilt, wird vorerst kein Zinsschritt erwartet. Außerdem entscheiden die Notenbanker in Japan am Dienstag und die Bank of England am Donnerstag über ihre zukünftige Geldpolitik.

Bei den US-Konjunkturdaten stehen am Dienstag die ISM-Einkaufsmanagerindizes im Mittelpunkt. Am Donnerstag folgen Daten zum Auftragseingang, bevor am Freitag alle Blicke auf die Beschäftigung gerichtet sind.

Diesseits des Atlantiks dürfte am Montag vor allem das europäische Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nach Auffassung der Dekabank-Volkswirte hat sich das Brexit-Votum der Briten nicht wie befürchtet negativ auf die Konjunktur in Euroland ausgewirkt: Sie rechnen mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung und einem moderaten Wachstum.

Aus den drei großen deutschen Indizes werden erst am Dienstag Zahlen von Pfeiffer Vacuum erwartet, bevor die Agenda zur Wochenmitte voller wird: Das dritte Quartal der Lufthansa dürfte weiterhin von temporären und strukturellen Herausforderungen geprägt sein. Richtig in Fahrt kommt die Berichtssaison am Donnerstag, wenn aus Dax und MDax eine zweistellige Anzahl an Unternehmen berichtet. So legen Adidas, Vonovia, Beiersdorf und ProSiebenSat.1 Zahlen vor.

 

(felt/dpa)
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