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Börse
Dax lässt weiter Federn – Versorger abgestraft

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag bei dünner Nachrichtenlage weiter an Boden verloren. Der Handel sei aber nach dem nervösen Auf und Ab der vergangenen Tage recht ruhig verlaufen, hieß es. Zum Handelsschluss sank der Dax um 0,85 Prozent auf 10 123,56 Punkte. Die Wochenbilanz fällt mit plus 0,9 Prozent leicht positiv aus. Seine zur Wochenmitte deutlichen Kursgewinne von zeitweise fast 5 Prozent konnte der Leitindex jedoch nicht halten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor zum Wochenausklang 1,01 Prozent auf 19 560,00 Punkte. Für den Technologie-Index TecDax ging es um 0,88 Prozent auf 1714,60 Punkte nach unten. Es habe kaum Impulse für den Markt gegeben, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Börsianer begründeten die Zurückhaltung auch mit dem am Donnerstag anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed). Die Unsicherheit ist unverändert hoch, ob die Fed schon jetzt den Leitzins anheben wird oder weiter wartet.

Im Dax zählten erneut die schwer gebeutelten Versorger Eon und RWE zu den schwächsten Werten und fielen auf Rekordtiefs. Die Eon-Papiere büßten 4,36 Prozent ein, die von RWE 3,37 Prozent. Neben negativen Analystenkommentaren drückte ein Zeitungsbericht auf die Stimmung. Wie das "Handelsblatt" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, müssen die Energiekonzerne ihre Atomrückstellungen voraussichtlich drastisch aufstocken.

Bei der Lufthansa dreht sich alles weiter um die Auseinandersetzung mit den Piloten. Nach dem gerichtlich beendeten Streik muss wieder verhandelt werden. Ob die Gespräche schon in der kommenden Woche aufgenommen werden, ist bislang nicht entschieden. Die Anteilsscheine von Deutschlands größter Fluggesellschaft notierten mit plus 0,04 Prozent quasi unverändert.

Die größten Dax-Tagesverluste FOTO: AP

Erneut schwache Geschäftszahlen ließen im MDax die Aktien von Gerry Weber steil abfallen. Sie verloren 12,30 Prozent und kosten beim Kurs von 16,82 Euro nun soviel wie zuletzt im Jahr 2011. Der Modekonzern, der bereits drei Mal in diesem Jahr seine Jahresprognosen gekappt und damit seine Aktien auf Talfahrt geschickt hatte, wird in Kürze in den SDax absteigen.

Der EuroStoxx 50 gab um 1,03 Prozent auf 3187,94 Punkte nach. Verluste gab es auch beim Cac-40-Index in Paris und beim FTSE-100-Index in London. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,51 Prozent am Vortag auf 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,37 Prozent auf 139,38 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,30 Prozent auf 155,23 Punkte. Der Kurs des Euro stieg ebenfalls: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1185) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8941) Euro.

(dpa)
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