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Börse
Dax tritt auf der Stelle

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag nach den jüngsten Kursverlusten nur bedingt aus der Deckung gewagt. Eine überraschend gute Entwicklung des US-Arbeitsmarktes lieferte keine größeren Impulse.

Der Dax schloss bei 12.388 Punkten und damit 0,06 Prozent über seinem Vortagesschluss. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann zum Wochenschluss 0,07 Prozent auf 24.573 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,29 Prozent auf 2220,04 Punkte nach oben.

Sorgen um eine straffere Geldpolitik der Notenbanken, politische Spannungen rund um Nordkorea sowie Bedenken in Bezug auf das Bewertungsniveau nach dem starken Lauf im ersten Halbjahr hatten die Börsen jüngst belastet. Bislang sprechen Experten nur von einem normalen Rückschlag nach einer besonders starken Phase.

Grundsätzlich blieben die Anleger nach dem jüngsten Anstieg der Renditen am deutschen Anleihemarkt aber schon nervös, erklärte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Nachdem die Aktienrally der vergangenen Jahre auch dem Billiggeld der Notenbanken geschuldet ist, könnte der Markt steigende Zinsen nicht unbedingt gebrauchen.

Zunehmende Skepsis von Analysten lastete auch zum Wochenschluss auf den Aktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1, die ihre jüngsten Verluste ausweiteten. Sie büßten als Schlusslicht im Dax mehr als 2 Prozent ein.

Gefragt waren hingegen europaweit Aktien von Versorgern. Für die Anteilsscheine des Energiekonzerns RWE ging es an der Dax-Spitze um 2,77 Prozent an oben. Dahinter folgten Eon mit einem Plus von etwas mehr als 2 Prozent. Im MDax gewannen Innogy-Papiere 2,71 Prozent.

Bei den Aktionären des Arzneimittelherstellers Stada sorgen Übernahmebestrebungen weiter für Aufmerksamkeit. Der aktivistische Hedgefonds Elliott des umtriebigen Investors Paul Singer schaltet sich Kreisen zufolge in das Gerangel um den Bad Vilbeler Konzern ein und habe bereits Stada-Anteile gekauft, hieß es. Demzufolge schwebe Elliott vor, seine Aktien einem interessierten Konsortium anzubieten, sollte ein neuer Übernahmeversuch gestartet werden. Die Stada-Papiere zogen um rund zweieinhalb Prozent an.

An der MDax-Spitze kamen die Papiere von Osram wieder in Schwung und stiegen um 3,67 Prozent. Die Papiere von Deutz brachen am Ende des Kleinwerteindex SDax um knapp 13 Prozent ein. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo und bisherige Großaktionär stieg bei dem Motorenbauer aus. Von Deutz hieß es, Volvo habe versichert, dass Deutz weiterhin ein wichtiger Lieferant bleibe.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,33 Prozent am Vortag auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,23 Prozent auf 140,19 Punkte. Der Bund Future sank um 0,10 Prozent auf 160,46 Punkte.

Der Kurs des Euro notierte zuletzt bei 1,1396 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1412 (Donnerstag: 1,1385) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8763 (0,8784) Euro gekostet.

(dpa)
 
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