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Börse
Dax verzeichnet deutliche Kursverluste am Monatsende

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Rote Vorzeichen am Frankfurter Parkett: Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit klaren Kursverlusten ins Wochenende gegangen.

Aus Europa seien nur durchwachsene Konjunkturdaten gekommen und am Nachmittag hätten frische Wirtschaftsdaten aus den USA den Druck noch einmal verstärkt, hieß es am Markt. Der steigende Eurokurs drückte vor allem auf die exportorientierten Branchen. Er lässt deutsche Waren für ausländische Käufer teurer werden. Auch die fallenden Rohölpreise, die als Konjunkturindikator dienen, belasteten.

Der Dax verlor 2,73 Prozent auf 10.039 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 3,2 Prozent. Im Monat April bleibt damit nur ein mageres Plus von 0,7 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 1,56 Prozent auf 20.101 Punkte. Er rutschte auf Monatssicht ins Minus. Der Technologiewerte-Index TecDax schloss am Freitag 1,47 Prozent tiefer bei 1624,94 Punkten.

Nach den jüngsten Kursgewinnen korrigiere der Aktienmarkt erst einmal, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Nach einem schwachen Monatsstart hatte sich der Leitindex zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent erholt.

Bilanzsaison nimmt Fahrt auf

Der Dax dürfte Experten zufolge seine Korrekturbewegung in der neuen Woche fortsetzen. Anleger sollten aber nicht vergessen, dass die Dividendensaison in Deutschland begonnen habe und die Konzerne neue Rekordsummen ausschütteten, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Hinzu kämen insgesamt positive Fundamentaldaten in Europa und ein Anlagenotstand aufgrund der niedrigen Zinsen. Das sollte Aktien letztendlich wieder antreiben, so Eilers.

Vor "Christi Himmelfahrt" am Donnerstag ist der Unternehmenskalender in Deutschland prall gefüllt. "Es wird darauf ankommen, was die großen Titel in der ausklingenden Quartalssaison liefern", sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Zuvor stark gefallene Aktien könnten sich nach der Zahlenveröffentlichung erholen, wie es die Papiere der Deutschen Bank zuletzt vorgemacht hätten.

Am Dienstag wartet BMW mit Zahlen zum ersten Quartal auf. Auch die Commerzbank sowie Fresenius und FMC berichten über ihren Jahresstart.
Dies ist aber lediglich ein kleiner Ausschnitt der Berichtsunternehmen aus dem Dax. Hinzu kommen noch zahlreiche Bilanzvorlagen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Vor dem verlängerten Wochenende berichten dann zur Wochenmitte nochmal mehr Unternehmen über ihre Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres. Unter anderem legen Siemens und die Deutsche Telekom ihre Geschäftsergebnisse vom Jahresstart vor.

Auf der Konjunkturseite dürfte die Geldpolitik in all ihren Facetten für Börsianer weiter im Fokus stehen. Im Wochenverlauf äußern sich einige hochrangige Vertreter der US-Notenbank Fed und auch der Europäischen Zentralbank. Die Erwartungen bleiben hoch. Wer weniger liefere als erhofft, der stärke seine Währung und schicke seinen Aktienmarkt in den Keller - das habe die Bank von Japan mit ihrem Vorsitzenden Haruhiko Kuroda gezeigt, sagte Saurenz.

(felt/dpa)
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