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Börse
Experten nach Dax-Erholung uneins über weitere Richtung

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Atempause oder weitere Gewinne im Schlepptau der Rekordjagd an der Wall Street? Nach der jüngsten Dax-Erholung gehen die Meinungen über die künftige Richtung auseinander. Neben der Unternehmensberichtssaison stehen in der neuen Woche weiter die großen Notenbanken im Fokus: Am Donnerstag findet die nächste Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) statt.

Die Auswirkungen des Brexit-Votums dürften die Anleger ebenfalls weiter bewegen - auch wenn der Schock über die britische Entscheidung für einen EU-Ausstieg zuletzt etwas nachgelassen hatte.

Am Freitag schloss der deutsche Leitindex lediglich 0,01 Prozent tiefer bei 10 066,90 Punkten. Auf Wochensicht verbuchte er ein Plus von gut viereinhalb Prozent. Gegenüber seinem Zwischentief vor anderthalb Wochen legte er sogar um über 7 Prozent zu. Auch den Kursrutsch seit dem Brexit-Votum hat das Börsenbarometer zum großen Teil wieder aufgeholt.

"Nach der Kursrally halten wir jedoch eine Atempause für wahrscheinlich", hieß es bei der LBBW. Denn mit der italienischen Bankenkrise und den Sorgen um die Weltwirtschaft gebe es weiterhin Störfaktoren für die Finanzmärkte, die sich in den kommenden Wochen in stärkeren Kursschwankungen niederschlagen sollten.

Dagegen zeigen sich die Autoren des Bernecker-Börsenbriefs "Die Terminbörse" optimistisch. Sie setzen auf die Zugkraft der Wall Street, wo jüngst sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P-500-Index von einem Rekordhoch zum nächsten geklettert waren.

Berichtssaison kommt in Deutschland langsam in Fahrt

Von den Geschäftszahlen der amerikanischen Unternehmen kommen bislang vorsichtig positive Signale für die Börsen: Der Aluminiumkonzern Alcoa, der traditionell die Berichtssaison an der Wall Street einläutet, hatte im zweiten Quartal nicht so schlecht abgeschnitten wie befürchtet. Anschließend sorgten die Großbanken JPMorgan und Citigroup für positive Überraschungen.

Mit Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America legen in der neuen Woche weitere Branchen-Schwergewichte ihre Resultate vor. Zudem stehen die Geschäftszahlen der Tech-Riesen IBM, Intel, Microsoft und Ebay an.

In Deutschland kommt die Berichtssaison ebenfalls langsam in Fahrt. Den Anfang macht am Dienstag der Online-Modehändler Zalando, am Mittwoch und Donnerstag folgen mit dem Quartalsbericht des Softwareherstellers SAP und endgültigen Resultaten des Autobauers Daimler zwei Dax-Konzerne. Den heimischen Zahlenreigen komplettieren unter anderem der Telekomausrüster Adva Optical Networking, der Biotech-Konzern Stratec Biomedical Systems und der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones (alle Donnerstag).

(dpa/isw)
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