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Börse
Hoffnung auf Griechenland-Lösung stützt den Dax

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Die Hoffnung auf den Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat den Dax am Mittwoch gestützt. Der Leitindex stieg nach vier Verlusttagen in Folge um 0,66 Prozent auf 10.747,30 Punkte.

Die Unsicherheit bleibt aber hoch: Sorgen über die steile Talfahrt der chinesischen Märkte bremsten die Freude am deutschen Aktienmarkt.
So ging es für den MDax der mittelgroßen Werte um 0,09 Prozent auf 19.398,38 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,64 Prozent auf 1614,78 Punkte.

Beim Thema Griechenland ist zunächst Abwarten angesagt: Für einen Kompromiss im Streit über die Schuldenkrise Athens bekommt das Land von seinen europäischen Partnern noch fünf Tage Zeit. Immerhin habe der Eurorettungsschirm ESM den neuen Hilfsantrag der Regierung in Athen für frische Hilfen erhalten und das sei von den Börsen dankbar aufgenommen worden, sagte Portfoliomanager Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel.

Börsenexperte Robert Halver von der Baader Bank mahnte jedoch zur Vorsicht: "Die mediale Dominanz der griechischen Schuldenkrise verdeckt eine viel größere Bedrohung für Weltkonjunktur und Weltfinanzmärkte: die chinesische Anlageblase." Sorgen über die Entwicklung in China drückten insbesondere die hiesigen Autowerte in den Keller.

Am Morgen waren zudem ernüchternde Verkaufszahlen von dem wichtigen Absatzmarkt gekommen: In dem riesigen Land waren im Juni 3,2 Prozent weniger Pkw verkauft worden als im Vorjahr. Die Vorzugsaktien von Volkswagen büßten 2,61 Prozent ein, am Dax-Ende fielen die Papiere des Zulieferers Continental um 3,27 Prozent auf 201,30 Euro.

Die in den vergangenen Tagen besonders schwachen Aktien der Stahlhersteller dagegen erholten sich. Die Papiere von ThyssenKrupp machten mit einem Plus von 1,90 Prozent einen Teil ihres Kursrutsches vom Vortag wett. Im MDax verteuerten sich Salzgitter-Aktien um rund 2 Prozent.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,01 Prozent auf 3327,50 Punkte nach oben. Die nationalen Indizes in Paris und London legten etwas weniger deutlich zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende mehr als 1 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,52 (Dienstag: 0,59) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 139,14 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,16 Prozent auf 153,35 Punkte zu. Der Wert des Euro stieg deutlich und stand zuletzt bei 1,1073 US-Dollar: Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1024 (1,0931) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9071 (0,9148) Euro.

(dpa)
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