Yen und schlechte Firmennachrichten: Börse in Tokio gibt deutlich nach
zuletzt aktualisiert: 29.01.2010 - 06:35Tokio (RPO). Negative Nachrichten von Firmen und ein stärkerer Yen haben am Freitag die Börse in Tokio belastet. Gute Unternehmenszahlen seien bereits eingepreist gewesen, sagte ein Analyst. "Investoren reagieren daher jetzt ziemlich scharf auf negative Überraschungen wie die Senkung von Prognosen."
Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte gab 1,4 Prozent auf 10.263 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,8 Prozent auf 906 Zähler.
Die Aktien von Nippon Steel befanden sich den zweiten Tag in Folge im Sinkflug. Der weltweit zweitgrößte Stahlhersteller erwartet im Gesamtjahr den ersten Nettoverlust seit sieben Jahren. Das Papier gab 2,4 Prozent nach.
Die Anteilsscheine des Chipherstellers Advantest fielen um knapp zehn Prozent. Das Unternehmen rechnet im Gesamtjahr mit einem weitaus größeren Verlust als von Analysten erwartet.
Unter dem stärkeren Yen litten vor allem Exportwerte wie Canon oder Honda. Der Autobauer Toyota steht weiter wegen der Rückrufaktion von Millionen von Fahrzeugen wegen fehlerhafter Gaspedale unter Druck. Die Aktie gab ein Prozent nach.
Griechenland belastet Euro
Der Euro hat am Freitag im frühen Handel in Fernost wegen anhaltender Sorgen um die Staatsfinanzen Griechenlands weiter nachgegeben. Zeitweise war die europäische Gemeinschaftswährung so billig wie seit sechs Monaten nicht mehr.
Der Euro kostete 1,3950 Dollar nachdem er den Handel in New York mit 1,3971 Dollar beendet hatte. Zum Yen fiel der Euro sogar auf ein Neun-Monats-Tief und verbilligte sich auf 125,50 Yen. Wegen der allgemeinen Schwäche des Euro gebe es am Markt verstärkt durch fallende Aktienkurse wenig Risikobereitschaft, sagte ein Händler in Hongkong.
Der Dollar wurde zum Yen mit 89,92 gehandelt nach einem New Yorker Schlusskurs von 89,88 Yen.
Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,4673 und zum Dollar mit 1,0516 Franken.
Schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA haben am Donnerstag die Stimmung der deutschen Börsianer vermiest und den DAX erneut ins Minus gedrückt. Der Index mit den 30 wichtigsten Börsentiteln (DAX) sank um 1,8 Prozent auf 5.540 Punkte. Der MDAX verlor ein Prozent auf 7.406 Punkte, der TecDAX legte dagegen um 0,5 Prozent auf 808 Punkte zu.
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